Essen

Essen: Frau bietet Corona-Hilfe an – doch die Sache hat einen Haken

Essen. Gut gemeint, ist leider nicht immer gut ...

Eine junge Frau aus Essen hat wegen der Verbreitung des Coronavirus ihre Hilfe angeboten, doch die Sache birgt ein gefährliches Risko.

An Laternen und Ampelmasten in Essen-Rüttenscheid hat die 26-Jährige ihr Anliegen als Aushang geklebt und „ganztägige Betreuung“ für Kinder in Rüttenscheid angeboten.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in NRW wurden im ganzen Bundesland Schulen und Kitas geschlossen. Um Eltern bei der Betreuung zu entlasten, „werde ich in der kommenden Zeit pädagogisch fachgerechte Betreuung in meinen Privaträumen in Rüttenscheid anbieten“, bietet die 26-Jährige an.

Essen: Erzieherin bietet Hilfe an – darum ist es so gefährlich

Die Essenerin ist nach eigenen Angaben ausgebildete Erzieherin, arbeitet seit Jahren in Grundschulen in Essen und studiert Sonderpädagogik.

Nun bietet sie von 7 bis 16.30 Uhr ihre Privaträume zur Betreuung der Kinder an, diese können flexibel gebracht und wieder abgeholt werden. Für ein Mittagessen will die junge Studentin auch sorgen. „Sollte die Nachfrage zu groß sein, wird eine weitere Gruppe mit fachgerechter Betreuung angeboten.“

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Aber: Das Angebot der Studentin in allen Ehren – die Bildung von neuen, bunt gemischten Betreuungsgruppen ist so gar nicht im Sinne von Politik und Virologen.

„Genau das wollten wir verhindern“

„Kinder sollten eben nicht in Fremdgruppen betreut werden“, teilte Essens Stadtsprecherin Silke Lenz auf Nachfrage mit. „Sozialkontakte sollten reduziert und vermieden werden.“

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Bei „Hart aber fair“ äußerte sich Virologe Prof. Jonas Schmidt-Chanasit von der Uni Hamburg ganz deutlich: „Genau das wollten wir verhindern, dass sich privat diese Gruppen bilden. Man hat keine Kontrolle, das wechselt täglich. Das kann zu neuen Infektionsketten führen.“ (jg)

 
 

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