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Essen: Elternbeirat schmeißt Mutter wegen Hetze raus – die geifert zurück

Essen: Der Elternbeirat erhob schwere Vorwürfe gegen Leen Kroetsch und warf sie schließlich raus.
Essen: Der Elternbeirat erhob schwere Vorwürfe gegen Leen Kroetsch und warf sie schließlich raus.
Foto: FUNKE Foto Services

Essen. Harte Konsequenzen beim Elternbeirat in Essen!

Der Jugendamtselternbeirat (JAEB) in Essen hat Ernst gemacht. In einer Sitzung entschieden seine Mitglieder einstimmig, eine Mutter aus dem JAEB rauszuschmeißen. Die Begründung hat es in sich.

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Kathrin Migenda

Essen: Elternbeirat schmeißt Mutter raus - die Gründe wiegen schwer

Leen Kroetsch gehörte dem JAEB Essen an, bis die anderen Mitglieder vergangene Woche Montag beschlossen, die Frau von der Elternvertretung auszuschließen. Die JAEB, welche für alle Eltern in Essen steht, habe „eine große gesellschaftliche Verantwortung“, heißt es in der öffentlichen Bekanntmachung.

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Kroetsch habe wiederholt in sozialen Medien „teils hetzerische, fremdenfeindliche oder moralisch fragwürdige Inhalte“ veröffentlicht. Und derartige Äußerungen würden der Verantwortung des JAEB „nicht gerecht“.

„Durch den außenwirksamen Auftritt von Frau Kroetsch und die fehlende Abgrenzung zu fremdenfeindlichen Inhalten und Gruppierungen kann ein Schaden für das Ansehen des JAEB sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den kommunalen Gremien entstehen“, so das Gremium. Dieser drohende Schaden müsse dringend abgewendet werden, um nicht der Arbeit der vergangenen Jahre zu schädigen.

Weiter beklagt der JAEB, dass medienwirksame Aktionen nicht durchgeführt werden könnten, weil es nicht möglich gewesen sei, das Auftreten unerwünschter Gruppierungen im Vorfeld einzuschätzen und zu verhindern. „Durch unkonstruktives, unkollegiales Verhalten wird die Arbeit im JAEB erschwert und ist zum Teil nicht möglich.“ So bestehe der dringende Verdacht, dass interne Angelegenheiten nach außen getragen würden, was „einen erheblichen Vertrauensbruch“ darstelle.

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Mutter aus Essen wehrt sich gegen Vorwürfe

Kroetsch sei der Möglichkeit nicht nachgekommen, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Sie selbst reagierte am Freitag über ihr persönliches Facebookkonto auf den Rauswurf aus dem JAEB. Die Mutter stellte klar, dass sie „weder zu 'Mütter gegen Gewalt' noch zu den 'Steeler Jungs'“ gehöre.

Während Kroetsch ihre Ziele, „Chancengleichheit für alle Kinder und das bessere Durchmischen des Sprachstands“, klar definiert habe, sei sie bei anderen Eltern auf Widerstand gestoßen. Sie sei „voller Tatendrang“ gewesen, „doch leider ließ die politische Ausrichtung einiger Eltern im JAEB keinen Dialog zu.“ Und: „So kennt man das eigentlich nur von Links versifften Parteien“, schreibt sie.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Zudem sagt die Mutter, dass man freie Meinungsäußerung und Meinungsvielfalt fordere, anscheinend aber nicht ertragen könne, wenn man anderer Meinung sei.

 
 

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