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Essen: Dramatischer Fall von Animal Hoarding – Tierschützer machen schlimmen Fund

Tierschützer machten in der Wohnung eines Mannes aus Essen einen schlimmen Fund (Symbolbild).
Tierschützer machten in der Wohnung eines Mannes aus Essen einen schlimmen Fund (Symbolbild).
Foto: imago images / blickwinkel

Essen. Einen schrecklichen Fund machte das Veterinäramt vor rund zwei Wochen in einer Wohnung in Essen: Ein Mann hatte dort 500 Mäuse gehalten.

Durch einen Hinweis wurde das Amt auf den unglaublichen Fall von „Animal Hoarding“ in Essen aufmerksam.

Essen: Mann hält 500 Mäuse in seiner Wohnung

Der Mann ließ zuerst nur ein paar Mäuse freiherumlaufen – weil er sie aber nicht nach Geschlechtern getrennt hatte, vermehrten sich die Farbmäuse so schnell, dass der Essener die Kontrolle darüber verlor und am Ende 500 Mäuse hatte.

Nach dem schlimmen Fund nahm das Tierheim Essen etwas mehr die Hälfte der Tiere auf, die restlichen Mäuse verteilte der Landestierschutzverband NRW an andere Tierheime in der Region.

Weil dort nicht alle Tiere bleiben können, wird nun nach Personen gesucht, die Mäuse bei sich aufnehmen wollen.

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„Animal Hoarding“: Vier Fälle innerhalb einer Woche in Deutschland

Es ist bei weitem nicht der einzige Fall von Animal-Hoarding in Deutschland. In der gleichen Woche wurden auch Fälle aus Marktoberdorf, Ahrweiler und Stuttgart bekannt. Dabei wurden 100 Kaninchen, 200 Hunde und 80 bis 300 Ratten gerettet.

„Die Tierschützer in den Tierheimen waren gleich zur Stelle und leisten gerade wieder Unglaubliches, indem sie sich aufopferungsvoll um die Opfer der aus dem Ruder gelaufenen Tierhaltung kümmern“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Das ist „Animal Hoarding“

„Animal Hoarding“ ist das krankhafte Sammeln und Halten von Tiere – doch nicht nur sie leiden unter dem Phänomen, sondern auch die betroffenen Menschen.

Dr. Moira Gerlach vom Deutschen Tierschutzbund erklärt: „Es handelt sich um ein Krankheitsbild, das schleichend voranschreitend und zu einer immer stärkeren Verwahrlosung der Tiere führt – bis hin zu schwer kranken, verhaltensauffälligen und im schlimmsten Fall sogar toten Tieren.“ (cs)