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Essen: Die E-Scooter sind da! Diese Ruhrgebiets-Städte sollen folgen

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  • Seit heute können in Essen E-Scooter ausgeliehen werden
  • Oberbürgermeister Thomas Kufen freut sich über das neue Angebot
  • Die Polizei Essen hofft auf verantwortungsvolle Nutzer
  • Der Anbieter kündigt an: Weitere Städte folgen schon bis Ende des Monats

Essen. Seit heute können in Essen im erweiterten Bereich der Innenstadt E-Scooter ausgeliehen werden. Neben der Freude über das neue Fortbewegungsmittel gibt es aber auch Sicherheitsbedenken.

Zum Start hat sich die Firma Lime, Anbieter der Leih-Roller, in der Innenstadt vorgestellt. Mit dabei war auch Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Essen: Neuer Verkehrsteilnehmer kommt

Er freut sich über das neue Angebot in Essen, kennt die Fahrzeuge schon von einem Besuch in Tel-Aviv. Er meint: „Wir tragen damit Rechnung einer Erwartung, was die Mobilität angeht.“

Klar sei jedoch auch, dass gerade auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer Rücksicht genommen werde müsse. Für Kinder und Ältere gelte „safety first!“

Insgesamt über 1.000 Elektro-Roller im gesamten Stadtgebiet erwartet der Oberbürgermeister. Bisher ist der Leihradius noch auf die Innenstadt und angrenzende Stadtteile eingeschränkt. In der App vom E-Scooter Anbieter Lime ist der Bereich beim Blick auf die gesamte Stadtkarte grün hinterlegt.

Lime-Deutschlandchef mit Ankündigung: Diese Ruhrgebiets-Städte kommen als nächstes

„Wir freuen uns über den Empfang mit offenen Armen“, sagt Jashar Seyfi. Er ist Deutschlandchef von Lime und glaubt an den Erfolg der Roller.

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Um zu verhindern, dass die E-Scooter in Wohngebieten stehen oder die Fußgängerzonen verstopfen, gebe es deswegen jetzt auch „Foot-Patrol“ - Mitarbeiter, die Roller umparken und auf Fehlverhalten hinweisen. Beispielsweise zu zweit auf einem Roller zu fahren, oder Fußwege zu nutzen.

Essen soll nicht die einzige Stadt im Ruhrgebiet mit einem E-Scooter-Angebot bleiben. Bis Ende des Monats ist der Start auch in Bochum und Dortmund geplant.

So funktioniert das Ausleihen:

  • Zuerst musst du die App vom Anbieter auf dein Handy herunterladen
  • Dort registrierst du dich und hinterlegst eine Bezahlmöglichkeit (z.B. Kreditkarte oder Paypal)
  • Über die Kamera deines Geräts kannst du dann einen Scooter „scannen“
  • Das Ausleihen kostet eine Grundgebühr von 1 Euro pro Fahrt, jede weitere Minute kostet 20 Cent

Gemischte Unfall-Bilanz aus anderen Städten

In anderen NRW-Städten gibt es die Scooter bereits länger. Seit etwa zwei Monaten sind sie unter anderem in Köln, Düsseldorf und Münster unterwegs.

Dort zieht man bis zum jetzigen Zeitpunkt ein unterschiedliches Fazit. Während die Polizei Köln auf ausgedehnte Kontrollaktionen setzt, hält sich die Polizei Düsseldorf dahingehend etwas zurück.

Man wolle den E-Scootern noch etwas Zeit geben, sich in das Stadtbild einzufügen. Natürlich seien aber Unfälle mit E-Scooter-Beteiligung bekannt.

Bei jedem zweiten Unfall sind Fahrer alkoholisiert

Eine erste Zwischenbilanz aus Köln Ende Juli weist 21 Unfälle mit E-Scootern aus, in 20 Fällen davon seien E-Scooter Fahrer Unfallverursacher gewesen.

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Besonders alarmierend: Bei jedem zweiten Unfall war der Fahrer alkoholisiert, jeder dritte Unfall endet mit Schwerverletzten. Die Promillegrenze bei E-Scootern ist übrigens die gleiche wie beim Autofahren.

Polizei Essen appelliert an Vernunft

Wolfgang Packmohr, Leiter der Verkehrsdirektion Essen und ebenfalls bei der Vorstellung der Scooter am Willy-Brandt-Platz anwesend, hofft auf die Vernunft der Nutzer.

Darunter falle natürlich auch, sich genau zu informieren, wo man denn eigentlich fahren darf. Das heißt: „Keine Gehwege nutzen, möglichst den Helm aufsetzen und natürlich auch wissen, wie die Roller zu bedienen sind“, so Packmohr.

Derzeit überlege man außerdem, für Interessierte Kurse seitens der Polizei anzubieten. (dav/ms)

 
 

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