Essen

Essen, die Erdogan-Hochburg: So haben die Deutschtürken in den letzten Jahren abgestimmt

Die Wahlberechtigte Hatice Güner wirft ihren Wahlzettel in die Urne. Hier gaben in Deutschland lebende Türken ihre Stimme für die türkischen Parlaments- und Präsidentenwahlen ab.
Die Wahlberechtigte Hatice Güner wirft ihren Wahlzettel in die Urne. Hier gaben in Deutschland lebende Türken ihre Stimme für die türkischen Parlaments- und Präsidentenwahlen ab.
Foto: dpa
  • Am Sonntag ist Präsidentenwahl in der Türkei
  • Essen gilt als Erdogan-Hochburg
  • 75.000 Wahlberechtigte konnten ihre Stimme abgeben

Essen. Am Sonntag stehen die Wahlen für den türkischen Präsidenten an. Und das ganze Land fragt sich: Wer wird Präsident? Kann sich Recep Tayyip Erdogan nach 15 Jahren an der Macht erneut zum mächtigsten Mann in der Türkei wählen lassen? Und wird er wieder besonders viele Ja-Stimmen aus Essen bekommen?

Essen gilt als Hochburg für den türkischen Präsidenten Erdogan

Essen gilt als Erdogan-Hochburg, bei den letzten Wahlen im Jahr 2014 gingen 80 Prozent der Stimmen aus Essen an den amtierenden Präsidenten.

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Und auch beim Türkei-Referendum im Jahr 2017 erhielt der amtierende Präsident eine überwältigende Mehrheit von über 75 Prozent Ja-Stimmen aus der Ruhrstadt. Insgesamt fiel der Sieg deutlich knapper aus: Gerade mal mit knapp über 51 Prozent holte sich Erdogan den Sieg und erweiterte damit seine Macht.

Referendum tritt in Kraft nach Präsidentenwahl

Sollte sich Erdogan seine Machtposition erneut sichern, tritt das Referendum in Kraft. Das würde bedeuten, dass sich das Regierungssystem in der Türkei ändern wird - von einer parlamentarischen Republik zu einem Präsidialsystem.

Der Präsident würde deutlich mehr Macht bekommen, das Parlament viele Recht einbüßen. Kritiker sehen den Umbruch in das Präsidialsystem als einen Schritt in eine Diktatur.

In Essen gab es die höchste Wahlbeteiligung bundesweit

75.000 Wahlberechtigte konnten in der Gruga in Essen ihre Stimme abgeben. Die Wahlbeteiligung war bundesweit höher als beim Referendum letztes Jahr. Damals hatten 48,8 Prozent der Deutschtürken gewählt. Dieses Jahr sind es sogar 49,7 Prozent.

In Essen war die Wahlbeteiligung bundesweit am höchsten, bis drei Tage vor Schließung der Urnen hatten bereits 54,5 Prozent der Deutschtürken in Essen ihre Stimme abgegeben. (fb)

 
 

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