Essen: Studentin will mit Erkältung zum Arzt – grausam, was dort gesagt wird

Eine junge Studentin aus Essen ist beim Arzt abgewiesen worden.
Eine junge Studentin aus Essen ist beim Arzt abgewiesen worden.
Foto: dpa, Carola Holzner/Instagram

Die Verbreitung des Coronavirus in China bewegt auch die Menschen in Deutschland. Doch aus der Sorge vor einer Ansteckung werden Vorurteile gegenüber Menschen mit asiatischem Migrationshintergrund. Eine junge Stundentin aus Essen musste das nun am eigenen Leib erfahren.

Die Chinesin wurde deshalb sogar beim Arzt in Essen abgewiesen.

Essen: Chinesin beim Arzt abgewiesen

Das Ruhrgebiet ist bunt. Es ist Wohnort für zahlreiche Chinesen, Koreaner und Japaner. Doch seit dem Virus machen einige Menschen einen großen Bogen um sie. Steigen aus Bussen aus oder rufen ihnen fiese Dinge hinterher.

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Die junge Hanjing Xie konnte deshalb nicht mal ihren Hausarzt aufsuchen. Mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit meldete sie sich bei ihrem Hausarzt. Doch sie sei von der Arzthelferin abgewiesen worden, weil sie Chinesin ist. Sie durfte gar nicht erst zu dem Arzt gehen und wurde am Telefon abgelehnt.

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Obwohl sie seit letztem September nicht mehr in China war, schickte man sie in die Notaufnahme der Uniklinik. Dort begegnet ihr Oberärztin Dr. Carola Holzner. Die Ärztin hat einen eigenen Instagram-Kanal und berichtet dort von der jungen Chinesin.

Nicht alle Asiaten haben den Virus!

In dem Video weint Hanjing, sie ist traurig über die Vorurteile gegenüber Asiaten und dem was ihr wiederfahren ist. Und gleichzeitig Glücklich, dass die Mitarbeiter in dem Klinikum anders reagierten.

„Nicht alle Chinesen haben Coronavirus!“, betont Dr. Holzner. Sie seien nicht das Virus! Sie ärgert sich über das Verhalten der Menschen, gegenüber den Chinesen.

Hangjing wurde inzwischen auch untersucht. Sie hat eine ganz normale Bronchitis, kein Corona!

Das Coronavirus wurde in Deutschland erst bei 14 Menschen nachgewiesen. Alle 14 Infektionen mit dem Virus in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto. Eine Kollegin aus China hatte den Erreger im Januar bei einer Dienstreise eingeschleppt. (mia)

 
 

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