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Essen: Nach Corona-Pause folgt Hochwasser-Schock für Sportvereine – „Da geht einem Vieles durch den Kopf“

Essen: Der Rasenplatz des HTC Kupferdreh ist vollkommen zerstört.
Essen: Der Rasenplatz des HTC Kupferdreh ist vollkommen zerstört.
Foto: privat

Essen. Seit ein paar Wochen dürfen die Sportvereine endlich wieder ihrer geliebten Tätigkeit nachgehen. Doch bei einigen Klubs in Essen folgte nach der Corona-Pause jetzt der Hochwasser-Schock.

Lange mussten sie darauf warten, vor einigen Wochen war es endlich soweit: Die Sportvereine durften nach der überstandenen Corona-Pause endlich wieder ihren Betrieb aufnehmen. So auch der VfL Kupferdreh und der HTC Kupferdreh aus Essen. Doch die Hochwasser-Katastrophe macht den Klubs jetzt erneut das Leben schwer.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Essen: Sportvereine in Kupferdreh werden von Hochwasser-Katastrophe hart getroffen

Mittwochabend sah VfL Kupferdreh-Vorsitzender Heiko Hommel per Social Media die ersten Bilder der völlig überfluteten Platzanlage. „Ich war Donnerstagmorgen um halb sieben direkt hier und ich war schockiert. Da geht einem vieles durch den Kopf“, berichtet er.

Essen: Ascheplatz kann noch gerettet werden, für Kunstrasenplatz sieht es schlecht aus

Der VfL nutzt als Fußballklub hauptsächlich den Ascheplatz. Die Hockeyspieler des HTC spielen auf dem Kunstrasenfeld nebenan. Während das Aschefeld halbwegs gerettet werden konnte, sieht es für den Rasenplatz eher düster aus. „Wir hoffen, dass wir einen neuen Platz bekommen. Aus unserer Sicht ist er nicht mehr bespielbar“, erklärt Georg Wurm, 1. Vorsitzender des HTC.

Doch nicht nur die Spielfelder haben stark unter dem Hochwasser gelitten: Auch beispielsweise Trikots und Trainingsuntensilien sind den Fluten zum Opfer gefallen. Für so kleine Vereine eine Katastrophe. Doch wer unterstützt die Klubs jetzt in dieser schwierigen Zeit?

Da die Platzanlage der Stadt gehört, ist die auch dafür zuständig. „Wir erhoffen uns, dass die Stadt schnell zu einer Entscheidung kommt und möglichst schnell das Verfahren einleitet“, sagt Georg Wurm.

Essen: Stadt ist für die Platzanlage zuständig

Auch von anderen Vereinen bekommen der VfL Kupferdreh und der HTC Kupferdreh Unterstützung: So haben diverse Klubs beispielsweise angeboten, dass die beiden Vereine erstmal ihre Plätze nutzen dürfen. Während der HTC dieses Angebot dankend annahm, konnte der VfL glücklicherweise drauf verzichten.

Mit viel Mühe und einer großen Aufräumaktion konnte der Ascheplatz nämlich gerettet werden. Es kann sogar schon wieder darauf gespielt werden. Doch nur allein mit Tatkraft geht es dann doch nicht. Auch zu Spenden wird aufgerufen. So sammelt Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen gemeinsam mit den Essener Chancen und der Spendenplattform „I do Essen“ Geld, damit die Unwetterschäden beseitigt werden können.

Essen: Welle der Solidarität in Kupferdreh

Auch wenn Solidarität in Kupferdreh mittlerweile das Gebot der Stunde ist, sitzt der Frust natürlich trotzdem tief. Besonders beim HTC. „Wir sind natürlich frustriert, weil wir bei Corona schon eingeschränkt waren und das jetzt den normalen Start ins Vereinsleben stark beeinträchtigt“, erzählt Georg Wurm.

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Doch die beiden Vorsitzenden wissen auch, dass das alles noch viel schlimmer hätte ausgehen können. „Andere Menschen sind viel mehr getroffen von der Hochwasser-Katastrophe als wir“, weiß Heiko Hommel.

Doch ärgerlich dürfte es für die Vereine vor allem im angesichts der langen Corona-Pause allemale sein… (cf)