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Essen: Wegen Corona – Kita muss dicht machen! Erzieherinnen schlagen Alarm: „Dramatisch“

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!

Du befürchtest, dich mit dem Coronavirus infiziert zu haben? Dann musst du das jetzt tun.

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Essen. In Essen musste eine Kita dicht machen, weil fast die gesamte Belegschaft und eine große Anzahl der Kinder mit Corona infiziert ist. Das Personal fühlt sich von der Politik im Stich gelassen.

Denn die Kita in Essen bekommt keine kostenlosen PCR.-Tests zur Verfügung gestellt, obwohl reguläre Schnelltests nicht den erwünschten Effekt zeigen. Die Eltern müssen diese aus eigener Tasche zahlen, wenn sie zusätzliche Maßnahmen zum Schutz ihrer Kinder ergreifen wollen.

Essen: Corona-Welle in Kita – Die traurige Realität der Mitarbeiter und Kinder

Wie die WAZ berichtet, musste die Essener Kita Knifte schließen. Gleich neun Mitarbeiterinnen haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Die Leitung fühlt sich mit ihren Sorgen alleingelassen.

Bereits am Freitag, 26. November, teilte die Kita in Essen Stoppenberg die schlechten Nachrichten. „Covid-19 – nun hat es auch uns getroffen“, heißt es in einem Beitrag auf Instagram. „Für uns wirkt es so, als ob weitere Infektionen für Kinder und Kollegen und Kolleginnen bewusst in Kauf genommen werden!“, so der Vorwurf an die Politik. Bereits am Freitag war die Rede von zehn bestätigten Corona-Fällen und einigen Verdachtsfällen, am Montag, 29. November, dann das Update: die Zahl der positiven PCR-Tests liege bei 16. Die Kita habe daher keine andere Wahl, als vorerst zu schließen.

Kita Knifte in Essen Stoppenberg schließt, nachdem sich 16 Personen infiziert haben – wegen des Versorgungsschlüssels

Christine Krug, Leiterin der Kita Knifte, muss vor allem über einen Umstand den Kopf schütteln: Laut der derzeit geltenden Corona-Betreuungsverordnung des Landes NRW muss nur die Person in Quarantäne, die positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Alle die Kontakt zu einem Infizierten hatte, dürfen jedoch weiter in die Kita kommen. Mehr Tests sollen das dann abfedern.

„Für uns fühlt sich das so an, als ob wir die Kolleginnen ins offene Messer laufen lassen“, erklärt Krug. Die Situation sei dramatisch. Das Absurde: Schließen musste die Kita nicht wegen dem Corona-Ausbruch selbst und der damit einhergehenden Corona-Gefahr für Kinder und Mitarbeiter, sondern weil der erforderlichen Betreuungsschlüssel nicht mehr einhalten werden kann, da unter den 16 Corona-Fällen sieben Kinder und neun Mitarbeiterinnen sind.

„Damit können wir den und dürfen die Kita deshalb nicht geöffnet lassen“, so Krug. Obwohl die neun Angestellten alle geimpft seien, hätten sich angesteckt. Glücklicherweise ist bislang die Rede von leichten Erkältungs- bis Grippesymptomen, also eher milden Verläufen.

Herbert Stauber vom Essener SOS-Kinderdorf wünscht sich kostenlose PCR-Tests für Kitas

Schlimm an der Schließung der Kita ist laut Krug auch, dass Familien, die ohnehin Geldsorgen hätten, nun teilweise ohne Lohnfortzahlung der Arbeit fernbleiben müssen, sofern weder sie noch ihre Kinder selbst unter Quarantäne stehen. Zu dieser Zeit des Jahres seien die Urlaubstage bei den meisten Eltern aufgebraucht. Wer keine anderweitige Betreuung organisieren könnte, habe daher Angst um seinen Job.

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Bis zum 3. Dezember bleibt die Kita Knifte in Essen Stoppenberg geschlossen. Hans Ruschinski vom Elternbeirat der Kita resümiert: „Kinder sind die größten Verlierer der Pandemie.“

Mehr über die Hintergründe des Corona-Ausbruchs in der Kita Knifte und wieso Herbert Stauber vom Essener SOS-Kinderdorf der Meinung ist, ohne flächendeckende kostenlose PCR-Tests für Kitas sei die Situation nicht unter Kontrolle zu bekommen, liest du auf WAZ.de. (alp)

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