Essen: DAS soll die Gastronomie retten? Doch die Maßnahme kommt nicht überall gut an

Essen: Der Gastronomie soll ausgerechnet DAS durch den Winter helfen. (Symbolbild)
Essen: Der Gastronomie soll ausgerechnet DAS durch den Winter helfen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Agentur 54 Grad; imago images / Ralph Lueger

Die Corona-Krise setzt der Gastronomie weiter zu. Auch die Gastwirte in Essen sind stark davon betroffen. Immerhin haben mittlerweile die meisten Betriebe wieder geöffnet. Im Sommer konnten viele durch ihren Außenbereich den Verlust wenigstens in Grenzen halten. Aber im Winter sind die Außenbereiche zum Großteil nicht zu gebrauchen. Doch nun gibt es eine Maßnahme, welche dem Gastro-Geschäft in Essen im Winter helfen soll.

Die Corona-Krise hat den Gastronomen in Essen übel zugesetzt. Ab Mitte März ging in vielen Restaurants in Essen nichts mehr. Und die Corona-Maßnahmen schränken die Auslastung der Sitzplätze weiter ein.

Essen: Maßnahme soll Gastronomen im Winter helfen

Die Außenbewirtung ist deswegen für die Restaurants und Gaststätten nahezu überlebenswichtig geworden. Denn während vorsichtige Gäste den Innenbereich noch meiden, lässt es sich an der frischen Luft wesentlich befreiter durchatmen. Die Stadt Essen will den gebeutelten Gastronomen nun unter die Arme greifen. Doch die Maßnahme stößt nicht überall auf Gegenliebe.

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Essen: Stadt will Gastro-Geschäft weiterhin unterstützen

Am Donnerstag erklärte die Stadt nach einer Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses, dass es noch bis zum 31. März nächsten Jahres eine Ausnahme geben werde: Gastronomen dürfen in dieser Zeit in ihrem Außenbereich Heizgeräte aufstellen, um es den Kunden auch in der kälteren Zeit gemütlich zu machen.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Eigentlich sind klimaerwärmende Heizgeräte – wie der klassische Heizpilz – in Essen seit rund acht Jahren verboten. Nun gibt es also eine Ausnahmeregelung. Nachdem die Gastro-Szene gerade erst so langsam wieder auf die Beine kommt, soll die Duldung dazu beitragen, möglichst lange einen Außenbetrieb an den Lokalen und Restaurants zu betreiben.

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Die Erfahren in der Corona-Zeit nämlich einen regelrechten Nachfrage-Boom. Bei vielen scheint sich beim Aufenthalt im Freien das subjektive Sicherheitsgefühl mit Blick auf eine mögliche Corona-Infektion zu erhöhen.

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Hier sind Heizpilze erlaubt:

  • In Bremen, Düsseldorf, Duisburg, Dortmund, Bonn, Cottbus, Potsdam und Kiel gibt es keine Verbote, ebenso in Frankfurt am Main.
  • Auch in Köln, Leipzig und Dresden sind sie erlaubt, allerdings mit einigen Vorgaben
  • Essen will sie nun bis Ende März auch erlauben
  • Auch Stuttgart, Tübingen, Regensburg und Fürth wollen das generelle Verbot in der Coronakrise lockern

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Essen: Klima-Initiative kritisiert Heizpilz-Entscheidung

Die Duldung der Heizpilze ist eine von mehreren Maßnahmen, welche die Stadt zur Unterstützung der Wirte und Betreiber umgesetzt hat. Zuvor gab es bereits ein vereinfachtes Antragsverfahren seitens der Behörden, die Zahl der Tische im Außenbereich zu erhöhen. Auch die Sondernutzungsgebühren für den Außenbereich wurden bis zum Jahresende halbiert.

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„Kritik von Parents for Future“ an Heizpilzen

Doch während sich die Gastronomen freuen, kommt die Heizpilz-Erlaubnis nicht überall gut an. Kritik kommt laut „WAZ“ unter anderem von den Klimaschützern von „Parents for Future“. Sie kritisieren den hohen CO2-Ausstoß der Geräte. Laut Rechnung in der „WAZ“ sei mit einem Ausstoß von mehreren tausend Tonnen zu rechnen. (dav)

 
 

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