Essen: CDU mit kuriosem Vorstoß – ausgerechnet diesen Sport will die Partei jetzt unterstützen

Rathaus-Bosse im Ruhrgebiet: Sie sind die Oberbürgermeister im Pott

Rathaus-Bosse im Ruhrgebiet: Sie sind die Oberbürgermeister im Pott

Wer hat in den Ruhrgebiets-Städten das Sagen? Wir stellen die Oberbürgermeister im Pott vor.

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Wer an die CDU denkt, hat meistens Herren und Damen mittleren Alters in Anzug und Kostüm vor seinem inneren Auge. Auf jeden Fall aber keine Gamer. Doch gerade für diese Gruppe will sich die Ratsfraktionen von CDU und Die Grünen jetzt in Essen stark machen.

Denn beide Parteien machen sich in der Ruhrmetropole jetzt für ein Konzept für ESports stark. Laut ihnen liege darin eine Zukunftsperspektive für die Stadt Essen.

Essen: CDU macht sich für Esport stark

Die Jugend hinter dem Rechner mal wegbekommen, gerade nach der langen Zeit des Lockdowns mal wieder Sport an der frischen Luft treiben: So oder ähnlich sehen die Positionen der meisten Parteien zum Thema Sport aus.

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Die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Auch CDU und Grüne vertreten diese Ansätze in Essen, sehen aber auch ein Potenzial für die Ruhrmetropole im ESport, also dem elektronischen Sport am Computer oder der Konsole.

Essen: Esport als Zukunftskonzept für die Ruhrmetropole

Ob Fifa oder League of Legends, viele der Spiele haben mittlerweile auch in Deutschland ihre eigenen Ligen.

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Und genau hier sehen CDU und Grüne einen Ansatzpunkt, von dem die Stadt profitieren könnte. Die Parteien fordern die Stadtverwaltung auf „ein Zukunftskonzept für die Stadt Essen im Bereich Esports zu erarbeiten“, wie es in ihrem Antrag heißt.

Essen: CDU sieht in Esports „gesamtgesellschaftlichen Nutzen“

„Unter anderem soll hierbei geprüft werden, in welcher Form Wettbewerbe ausgetragen und sich eSport vereinsgebunden etablieren lässt“, formulieren CDU und Grüne ihre Ziele.

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Die Beweggründe dahinter macht der Essener CDU-Ratsherr Ralf Bockstedte deutlich: „Wir möchten dazu beitragen, dass in Essen geeignete Strukturen entstehen, um den gesamtgesellschaftlichen Nutzen des eSports weiter voranzutreiben. Ich denke hier insbesondere auch an die positiven Effekte, die sich im Rahmen von Inklusion und Integration ergeben können.“

Könnte Essen also bald die Esports-Stadt im Pott werden? Das hängt ganz von der Entscheidung der Stadtverwaltung ab. (kk)