Essen: Bombe im Nordviertel entdeckt ++ Blindgänger mitten in der Nacht erfolgreich gesprengt ++

In Essen im Nordviertel wurde am Donnerstag eine britische Bombe gesprengt. Sie lag sechs Meter tief in der Erde. (Symbolbild)
In Essen im Nordviertel wurde am Donnerstag eine britische Bombe gesprengt. Sie lag sechs Meter tief in der Erde. (Symbolbild)
Foto: dpa; Roman Belani, Stadt Essen (Montage: DER WESTEN)

In Essen wurde eine Bombe gefunden! Der Blindgänger lag sechs Meter tief in der Erde.

Am Donnerstag wurde in der Katzenbruchstraße in Höhe der Hausnummer 27 im Nordviertel in Essen eine britische Fünf-Zentner-Bombe entdeckt.

Update am 24. Juli, 6.29 Uhr:

Die Bombe wurde erfolgreich gesprengt. In der Nacht zu Freitag gab die Stadt Essen um 1.26 Uhr Entwarnung.

Zur Vorbereitung für die Sprengung mussten 18 Container und über 400 Tonnen Sand angeliefert werden, um benachbarte Gebäude zu schützen. Die Stadtwerke Essen mussten im Vorfeld eine Gasleitung in unmittelbarer Nähe zum Fundort absichern.

Essen: Blindgänger führt zu Verkehrsbehinderungen

Die Bombe musste noch am Donnerstag gesprengt werden, teilte die Stadt Essen mit. Der Blindgänger hatte einen Langzeitzünder. Die Vorbereitungen liefen nach Plan. Es war aber eine eine lange Nacht.

Alle Gebäude im Umkreis von 250 Metern um die Bombenfundstelle wurden bis zum Ende der Entschärfung evakuiert. Im Umkreis von 250 Metern bis 500 Metern sollte man sich während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen. Betroffen waren im inneren Kreis über 1.600 Menschen, im äußeren Ring über 2.700.

Es kam zu Verkehrsbehinderungen auf den umliegenden Straßen sowie bei Bussen und Bahnen. Die Ruhrbahn teilte bereits mit, dass ab dem Zeitpunkt der Sperrung die Tram 108 an der Haltestelle Viehofer Platz endet und damit alle Halte zwischen Viehofer Platz und Altenessen Bahnhof entfielen.

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Das ist die Stadt Essen:

  • erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1244
  • mit 583.000 Einwohnern (Stand: Dezember 2019) die viertgrößte Stadt in NRW
  • besitzt neun Stadtbezirke
  • Sehenswürdigkeiten: Zeche Zollverein, Grugapark, Villa Hügel
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Für die Personen, die in dem Gebiet in Essen evakuiert werden mussten, wurde eine Betreuungsstelle in der Sporthalle der Universität Duisburg-Essen an der Gladbecker Straße 180-182 eingerichtet. 100 Menschen hielten sich dort während der Sprengung auf. 31 Krankentransporte mussten außerdem durchgeführt werden.

Wie die Stadt mitteilte, hatte sich die Feuerwehr um die aktuell besondere Lage aufgrund des Coronavirus gekümmert und entsprechende Hygiene-Maßnahmen vor Ort ergriffen.

Die Feuerwehr hatte mehr als 15 Übersee-Container beschafft, die an den Fundort gebracht werden mussten. Die Evakuierung wurde gestartet, sobald das Material angeliefert wurde.

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Autos, die in den markierten Bereichen stehen, sollten woanders abgestellt werden. Außerdem bat die Stadt, Gasgeräte abzusperren.

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Ein Bürgertelefon zur Bombenentschärfung für die Anwohner in Essen wurde unter Telefon 123-8881 eingerichtet Über 400 Anrufe gingen ein Etwa 200 Einsatzkräfte waren im Einsatz. (ldi/ms)

 
 

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