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Essen: „Bitter enttäuscht" – 200 Bergleute verlieren ihre Arbeit

Ahmet Cöl und sein Kollege Thomas Hoffmann arbeiten derzeit noch auf der Zeche in Prosper-Haniel.
Ahmet Cöl und sein Kollege Thomas Hoffmann arbeiten derzeit noch auf der Zeche in Prosper-Haniel.
Foto: FUNKE Foto Services

Essen. 200 Bergleute verlieren ihren Job: Die RAG hat den Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt.

Wie die „WAZ“ (Bezahlinhalt) berichtet, ist einer von ihnen Ahmet Cöl, der seit 30 Jahren bei der RAG arbeitet. Derzeit ist er noch auf der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop tätig, aber nur noch bis Ende des Jahres.

Essen: Bergleute zeigen sich voller Enttäuschung

„Leider haben rund 200 Beschäftigte alle Lösungen abgelehnt – einschließlich des Angebots, direkt von Arbeit in Arbeit vermittelt zu werden“, so Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft RAG-Stiftung Anfang Juni bei der Bilanzvorlage. Außerhalb der RAG gebe es genügend Stellen.

Cöl bestreitet das. Einige Arbeiter, denen gekündigt wurde, demonstrierten bereits vor dem Landtag in Düsseldorf. Auch dabei: AfD-Politiker Guido Reil aus Essen. Ahmet Cöl zur „WAZ“: „Die AfD hat uns die Hand gereicht. Daher haben wir dankend angenommen.“

Von ihrem Arbeitgeber, ihrer Gewerkschaft IGBCE und den Parteien CDU und SPD zeigt sich Cöl wie weitere Bergarbeiter, die ihren Job verloren haben, „bitter enttäuscht“.

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Essen: 2022 weniger als 500 Arbeitsplätze

Die RAG soll sich in den nächsten Jahren stark verkleinern. Anfang des neuen Jahres soll die Zahl der Mitarbeiter nur noch 2200 betragen – zum Vergleich: Ende 2018 waren es noch 3400. Ab 2022, also in rund drei Jahren, soll es schließlich nur noch 470 Arbeitsplätze geben.

Was Cöl und seine Kollegen gegen die betriebsbedingte Kündigung tun wollen, kannst du bei der „WAZ“ (Bezahlinhalt) nachlesen. (cs)

 
 

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