Essen bewirbt sich notfalls alleine als „Grüne Hauptstadt“

Marcus Schymiczek
Man mag es kaum glauben aber Essen gehört zu den grünsten Städten in Deutschland. Notfalls will sich die Stadt allein um den Titel als „Grüne Hauptstadt“ bewerben. Foto: Oliver Müller
Man mag es kaum glauben aber Essen gehört zu den grünsten Städten in Deutschland. Notfalls will sich die Stadt allein um den Titel als „Grüne Hauptstadt“ bewerben. Foto: Oliver Müller
Foto: Oliver Müller NRZ
Der Essener Stadtrat hat beschlossen, sich notfalls auch im Alleingang auf den Titel als „Grüne Hauptstadt Europas“ zu bewerben. SPD und Linke enthielten sich. . Die „Grüne Hauptstadt“ sei ein Gemeinschaftsprojekt, das gemeinschaftlich vorangetrieben werden müsse, so SPD-Fraktionsvorsitzende Marschan.

Essen. Die Stadt Essen soll sich für das Jahr 2016 als „Grüne Hauptstadt Europas“ bewerben - nötigenfalls auch im Alleingang, wenn die angestrebte gemeinsame Bewerbung des Ruhrgebietes als Region scheitern sollte.

So hat es jetzt der Rat der Stadt auf Antrag des Viererbündnisses aus CDU, Grünen und FDP beschlossen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst, weil SPD und Linke sich enthielten. Ob dies aber das starke Signal in Richtung Brüssel ist, den sich Umweltdezernentin Simone Raskob vom Rat gewünscht hatte, darf bezweifelt werden. Vielmehr traten Differenzen über die Rolle offen zu Tage, welche die Parteien dem Regionalverband Ruhr im Bewerbungsverfahren zubilligen wollen. Aus Reihen des Viererbündnisses ist Unmut nicht zu überhören, seit die Verbandsversammlung eine stärke Rolle für den RVR reklamiert hat, obwohl nicht geklärt ist, ob Brüssel eine Bewerbung des RVR überhaupt akzeptieren würde. Die Stadt Essen hatte eine Bewerbung gemeinsam mit Dortmund und Bochum bislang vorangetrieben, „ergänzt um den RVR“, wie das Vierbündnis in seinem Antrag an den Rat hervorhebt.

SPD und Linke zeigen sich geneigt, dem RVR die gewünschte Rolle zuzugestehen. Jetzt vorzupreschen, sei nicht hilfreich. Die „Grüne Hauptstadt“ sei ein Gemeinschaftsprojekt, das auch gemeinschaftlich vorangetrieben werden müsse, so SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Marschan. [kein Linktext vorhanden]