Essen: Betreuer in Jugendeinrichtung öffnet Besucher die Tür – plötzlich spürt er eine Schusswaffe im Nacken

In Essen-Bochold erlebte ein Mitarbeiter einer Jugendeinrichtung eine echte Horror-Nacht. (Symbolbild)
In Essen-Bochold erlebte ein Mitarbeiter einer Jugendeinrichtung eine echte Horror-Nacht. (Symbolbild)
Foto: imago images / Panthermedia

Was für eine dramatische Nacht für einen 41-jährigen Betreuer in einer Jugendeinrichtung in Essen-Bochold.

Am Montagabend gegen 23 Uhr stand ein vermeintlicher Besucher vor den Türen der Einrichtung im Norden von Essen. Er bat darum, einen Bewohner besuchen zu können. Wenig später spürte der Betreuer plötzlich eine Schusswaffe in seinem Nacken.

Essen: Dramatische Nacht in Jugendeinrichtung

Zunächst schöpfte der Betreuer keinen Verdacht, als der Unbekannte um Einlass bat. Er ließ ihn herein und führte ihn entlang der Flure in die Richtung des Bewohners, dessen Namen der Besucher genannt hatte.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Doch im Flur wurde dem 41-Jährigen schlagartig klar, dass es sich nicht um einen normalen Besuch handelte. Der Unbekannte zog plötzlich eine Schusswaffe hervor und setzte sie dem Mann auf den Nacken. Seine Forderung: Bargeld.

Wie der Betreuer auf die Bedrohungslage reagierte, ist unglaublich. Statt ihm Geld auszuhändigen, kam es zu einer Rangelei zwischen dem Räuber und dem Mitarbeiter der Einrichtung. Was dann passiert, klingt fast wie aus einem Film.

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In Folge der Auseinandersetzung gelang es ihm tatsächlich in ein angrenzendes Büro zu flüchten, den Eindringling aus dem Raum zu drücken und die Türe zu verschließen. Der mutmaßliche Räuber war von dem Verhalten des Mannes offenbar so perplex, dass er ohne Beute aus der Einrichtung flüchtete. Offenbar mit einem wachsamen Schutzengel gesegnet, blieb der Mitarbeiter unverletzt.

Betreuer hört lauten Knall auf der Straße

Unmittelbar nach dem Vorfall verständigte er die Polizei. Bei ihrer Ankunft fehlte von dem Unbekannten jedoch bereits jede Spur. Dafür berichtete der Betreuer von einem weiteren Umstand, der noch einmal verdeutlichte, wie ernst die Situation am späten Montagabend gewesen ist.

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So habe der 41-Jährige auf der Straße vor seinem Büro einen lauten Knall vernommen, welcher möglicherweise auf einen abgegeben Schuss deutet. Den Eindringling beschrieb der Betreuer wie folgt:

  • männlich
  • westeuropäisches Erscheinungsbild
  • etwa 18 Jahre
  • etwa 1,80 Meter groß
  • sehr schlanke Statur
  • kurze, dunkelblonde Haare
  • bekleidet mit dunklem Rucksack und Motorradhandschuhen

Polizei bittet um Hinweise

Falls du am Montagabend etwas an der Jugendeinrichtung in Essen-Bochold beobachtest hast, melde dich bitte bei der Polizei. Die Beamten suchen dabei sowohl nach Hinweisen zur Abgabe eines möglichen Schusses, als auch zu einer flüchtenden Person im Bereich Bergmühle, Hirsestraße und Bocholder Straße.

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Hinweise kannst du unter der Telefonnummer 0201/829-0 bei der Polizei Essen einreichen. (dav)

 
 

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