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Essen: Baby Liam wurde von seinem Vater fast erstickt – jetzt kommt es für Mama Laura (21) noch schlimmer

Mama Laura S. (21) kämpft darum, dass sie ihre Söhne Liam (Bild/3 Monate) und Alessio (3) wieder zurück bekommt.
Mama Laura S. (21) kämpft darum, dass sie ihre Söhne Liam (Bild/3 Monate) und Alessio (3) wieder zurück bekommt.
Foto: privat

Essen. Als Laura S. gerade die Milch warm machte, passierte der schreckliche Vorfall in Essen!

Ihr Freund Adem D. (21) soll dem gemeinsamen Sohn Liam Feuchttücher in den Mund gestopft haben, bis das Baby beinahe erstickt wäre. Alles nur, weil der drei Monate alte Säugling beim Windeln wechseln geschrien hatte. Gerade noch rechtzeitig war Laura S. zur Stelle, rettete ihren Sohn. „Ich habe die Feuchttücher sofort aus seinem Mund gezogen“, erinnert sich die junge Mama.

Essen: Vater soll Baby Feuchttücher in den Mund gestopft haben

Sie flüchtete mit dem kleinen Liam aus der Wohnung, holte ihren zweiten Sohn Alessio (3) vom Kindergarten ab und fand bei Adems Mutter Schutz. Eine Freundin verständigte die Polizei. Die nahm nach drei Tagen den untergetauchten Kindsvater fest, auch weil Laura S. den entscheidenden Hinweis gab. Adem D. sitzt seither wegen versuchten Totschlags und Kindesmisshandlung in U-Haft.

Im Krankenhaus wurden beim kleinen Liam dann auch noch blaue Flecken an Oberschenkel, Po und Gesicht entdeckt. Liam und Alessio wurden vom Jugendamt in Obhut genommen. Die junge Mutter kämpft nun darum, die beiden schnellstmöglich zurückzubekommen.

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In den sozialen Netzwerken sprach Laura S. von Adem D. noch vor Kurzem als ihre große Liebe, doch hinter der Fassade erlebte die junge Mutter offenbar schon zu diesem Zeitpunkt Schlimmes.

Denn die versuchte Tötung von Liam war nicht der erste Vorfall. Schon am 1. Mai soll Adem D. seine damals schwangere Freundin in den Schwitzkasten genommen und solange gewürgt haben, bis sie bewusstlos wurde. „Er wollte, dass ich abtreibe“, sagt Laura S. Sie habe sich geweigert und ihn angezeigt.

Adem D. ist daher wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Der Prozess am Essener Amtsgericht gegen den 21-Jährigen sollte eigentlich am Mittwoch stattfinden, wurde nun jedoch auf Februar 2020 verschoben.

„Die Zeit wird das Gericht nutzen, um dem in U-Haft sitzenden Angeklagten einen Pflichtverteidiger zu bestellen“, erklärt Michael Schütz, Pressesprecher des Amtsgerichts Essen, die Gründe.

Freund von Laura: „In meinen Augen hat das Jugendamt hier versagt“

Zum Zeitpunkt des Angriffs am 1. Mai war die Familie bereits in Betreuung des Jugendamtes. Eine Maßnahme war ein Anti-Aggressionstraining, das Adem D. verordnet wurde. „Das wurde nicht angetreten“, sagt Jasmin Trilling, Pressesprecherin der Stadt Essen, gegenüber DER WESTEN.

Laura S. entgegnet: „Der Kindsvater wollte das machen, aber es wurde nicht angeboten.“

„Ich will meine beiden Kinder zurück“

Der kleine Liam wurde inzwischen vom Jugendamt in einer Pflegefamilie untergebracht, der dreijährige Alessio in einem Heim. Eine Stunde konnte Mama Laura ihren kleinen Liam am Dienstag besuchen. „Es war sehr schön. Er hat in meinem Arm gelegen und geschlafen“, erzählt sie. Die junge Mutter kämpft nun darum, ihre beiden Kinder zurück zu bekommen.

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Das Jugendamt beruft sich auf eine schriftliche Vereinbarung, die es mit Laura S. am 31. Oktober getroffen hat. Darin sei vereinbart worden, dass die Kinder zu ihrem Schutz bis zum Abschluss des Verfahrens anders untergebracht werden, heißt es von der Stadt.

Laura S. hat einen Anwalt eingeschaltet. Sie entgegnet, dass sich die Situation geändert habe: „Damals war der Vater noch auf der Flucht. Jetzt ist keine Gefahr mehr da. Ich will meine beiden Kinder zurück.“

Fall könnte vor das Familiengericht wandern

Dennis Engelmann (26), ein guter Freund von Laura, erklärt am Dienstagabend gegenüber DER WESTEN: „Laura wird die Vereinbarung im Namen ihres Anwalts widerrufen.“ Damit müsste das Jugendamt Liam und Alessio an die Mutter, die das Sorgerecht inne hat, zurückgeben. Ansonsten ginge der Fall vor ein Familiengericht.

„Gegen Laura wird nicht ermittelt. Es ist für sie ein schlimmer Zustand. Wir hoffen, dass sie bis spätestens Weihnachten ihre Kinder zurückbekommt“, so Engelmann weiter.

 
 

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