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Essen: Ausgebüxte Kuh erschossen – Landwirt erklärt das drastische Vorgehen: „Menschenleben geht vor“

Essen: Am Dienstag wurde eine ausgebüxte Kuh in Werden erschossen. Ein Bauer, der den Vorfall miterlebt hat, erklärt, warum das Tier letztenendes getötet wurde. (Symbolbild)
Essen: Am Dienstag wurde eine ausgebüxte Kuh in Werden erschossen. Ein Bauer, der den Vorfall miterlebt hat, erklärt, warum das Tier letztenendes getötet wurde. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/NurPhoto/Romy Arroyo Fernandez

Essen. Eine ausgebüxte Kuh sorgte am Dienstagabend für Aufregung in Essen-Werden!

Mehrere Anwohner beobachteten das aufgebrachte Tier, als es über die Heidhauser Straße und die B224 in Essen hetzte. Schließlich tötete ein Jagdausübungsberechtigter die Kuh mit zwei Schüssen in den Kopf. (DER WESTEN berichtete <<<.)

Viele Beobachter zeigten sich schockiert über das Vorgehen und fragten sich, ob man das Tier nicht auch hätte betäuben können. DER WESTEN hat mit einem Landwirt aus Werden gesprochen, der den ganzen Vorfall live miterlebt hat.

Kuh-Drama in Essen! Freilaufender Hund versetzt Tiere in Panik

Der 48-Jährige kennt den Besitzer der getöteten Kuh persönlich und unterstützte ihn bei der Suche der Tiere. Am Dienstag kam es jedoch auf der Kuhweide zu einem Schockmoment!

Ein unangeleinter Hund versetzte mehrere Kühe in Panik, sodass schließlich insgesamt fünf Tiere ausbüxten!

Drei konnten wieder eingefangen werden, eine andere Kuh ist auch heute (Stand: 13. Mai) noch flüchtig. Und dann gab es eben auch noch das Tier, das aufgebracht über die B224 durch Werden davongerannt war.

Darum hätte eine Betäubung nicht gewirkt

Der Trubel der Ruhrgebietsstadt wurde der Kuh schnell zu viel. „Da war sie sowas von durch“, beschreibt der Landwirt den panischen Zustand des Tiers. Doch warum entschied man sich dazu, das anderthalb Jahre alte Tier zu töten anstatt es zu betäuben?

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Der Bauer erklärt: „Wenn das Tier voller Adrenalin ist, dauert es eine Dreiviertelstunde, bis die Betäubung wirkt“. Schließlich gehe der Wirkstoff nicht direkt in die Blutbahn, sondern wird über den Muskel verabreicht.

Er erzählt von einem Beispielfall, als eine ausgebüxte Kuh nach Verabreichung des Betäubungsmittels noch zwei Kilometer weitergerannt sei. Ein solches Risiko wollte man bei dem Vorfall im Essener Süden nicht eingehen.

Landwirt befürchtete Personenschäden durch aufgebrachte Kuh

„Man stelle sich nur vor, dieses 300-Kilo-Tier rast auf eine Frau mit Kinderwagen zu“, meint der Landwirt. „Da wäre ein Ausweichen unmöglich gewesen.“

Für den 48-Jährigen ist klar: „Wir hätten das Tier gerne gerettet, aber Menschenleben gehen vor.“ (at)