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Essen: Aus für 2000 neue Arbeitsplätze – das ist der Grund

Auf dem Gelände der Zeche Zollverein sollten 2000 neue Arbeitsplätze entstehen. Dazu wird es jedoch nicht kommen.
Auf dem Gelände der Zeche Zollverein sollten 2000 neue Arbeitsplätze entstehen. Dazu wird es jedoch nicht kommen.
Foto: Funke Foto Services
  • Großes Bauprojekt an der Zeche Zollverein scheitert
  • 2000 neue Arbeitsplätze sollten auf diesem Gelände entstehen
  • Darum darf das Unternehmen dort nicht bauen

Essen. Auf dem Gelände der Zeche Zollverein sollte ein zweiter Standort des Immobilienentwicklers Euref AG entstehen. 2000 neue Arbeitsplätze hätte es dadurch in Essen gegeben. Doch dazu kommt es nicht. Denn das große Bauprojekt scheitert am Denkmalschutz.

Keine Planungssicherheit in Essen

Auf dem Gelände in Essen sollte ein Campus mit mehreren Unternehmen entstehen, die sich mit dem Thema Energie- und Mobilitätswende befassen. „Thematisch hätte das Projekt gut zum Zukunftsstandort Zollverein gepasst“, sagt Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Stiftung Zollverein. Außerdem fährt er fort: „Die Gewinnung von Investoren, die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Erhalt des UNESCO-Welterbestatus sind kein Widerspruch.“

„Unvereinbarkeit mit den Anforderungen an ein Welterbe“

Theoretisch ist es möglich, einen Campus und damit 2000 Jobs zu schaffen. Doch damit riskiert die Stadt, dass die Zeche Zollverein den Status als UNESCO-Welterbe verliert. „Diesen Status wollen die Stadt Essen und die Stiftung Zollverein nicht gefährden“, teilt Euref AG mit.

Die Stadt habe das Bauvorhaben umfassend geprüft und festgestellt, dass einer Baugenehmigung nichts im Wege stehen könnte – bis das große Bauprojekt denkmalrechtlich geprüft worden ist. „Nach einer ersten Vorprüfung durch die UNESCO gibt es Hinweise auf eine Unvereinbarkeit mit den Anforderungen an ein Welterbe“, erklärt der Immobilienentwickler.

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Essen weiterhin als Standort geplant

Die Zeche Zollverein bleibt unangetastet. Denn Euref AG hat sich mit der Stiftung verständigt, das Projekt nicht mehr weiterzuverfolgen: „Die ansiedlungsinteressierten Unternehmen benötigen Planungssicherheit. Diese können weder die EUREF AG noch die Stiftung Zollverein zum aktuellen Zeitpunkt garantieren.“

Doch Euref AG ist weiterhin daran interessiert, einen Standort in Essen zu errichten. „Zwischen Herrn Müller (Anm. d. Redaktion: Vorsitzender der Euref AG) und mir ist verabredet worden, dass wir diese Themen gemeinsam am Standort Essen weiter voranbringen wollen“, sagt Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Wo der Standort sein wird und wie das Bauprojekt dann aussehen soll, ist bisher unklar.

 
 

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