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Essen: Anwohner sagen Rasern den Kampf an – und verpassen ihnen einen Denkzettel

Essen: Anwohner gehen jetzt gegen Raser vor. (Symbolbild)
Essen: Anwohner gehen jetzt gegen Raser vor. (Symbolbild)

Essen. Zahlreiche Anwohner haben endgültig die Schnauze voll von den Rasern in Essen!

Sie sagen ihnen nun den Kampf an – und verpassen ihnen gleichzeitig einen Denkzettel. Zu oft wird offenbar gegen die bestehenden Geschwindigkeitsvorschriften in Essen-Haarzopf verstoßen.

Essen: Anwohner verpassen Rasern einen Denkzettel

Überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr steigert das Unfallrisiko deutlich. Das ist den Meisten zwar bewusst, dennoch gibt es in Essen-Haarzopf zu viele Raser. In der Facebook-Gruppe „Die Haarzopfer“ berichtet ein Mann nun von einer Aktion in dem Stadtteil.

„Mittlerweile haben sich über 60 Haarzopfer Familien an der Aktion mit den Tempo-30-Schildern von Wolfgang Krämer beteiligt“, heißt es. Auf den 40 x 60 Zentimeter großen Schildern ist die Karikatur eines Mädchens dargestellt, welches verängstigt schaut und sein T-Shirt mit der Aufschrift „30“ demonstriert. Darüber steht: „Bitte“.

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Wolfgang Krämer selbst sagt zu DER WESTEN: „Viele halten sich nicht an die Zone 30.“ Krämer, Mitglied im Bürgerverein Haarzopf-Fulerum, weiß, dass die 30er-Schilder schnell übersehen werden. Also ließ er das Tempo-30-Schild entwerfen – eigentlich nur für die Straße, auf der er selber wohnt.

Doch die Schilder erfreuen sich an immer größerer Beliebtheit bei den Anwohnern. Und das wiederum freut Krämer. Er erhoffe sich schließlich „eine Sensibilisierung der Autofahrer“. Indes erwägt er einen weiteren Schritt für mehr Sicherheit in Haarzopf: Er möchte einen Antrag bei der Stadt Essen zur Installation von Bodenwellen und Blinktafeln in den 30er-Zonen stellen.

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Essen: Weitere Schilder verfügbar

Zunächst soll die Anzahl der Tempo-30-Schilder jedoch weiter zunehmen. In den Wohngebieten Am Ruhmbach, Am Ehrenfriedhof, Scheidstraße, Auf’m Gartenstück und Sonnenscheinsweg gebe es bisher nur wenige Teilnehmer, heißt es auf Facebook. „Es sind noch ein paar Schilder übrig. Wer noch Platz in seinem Vorgarten hat, darf sich gerne bei Wolfgang Krämer melden.“ Ein solches Warnschild kostet 40 Euro. Dabei weist Krämer darauf hin, dass seine Schilder nicht im öffentlichen Raum und nur im eigenen Vorgarten wie an einem Pfosten, Zaun oder Hauswand angebracht werden dürfen.

Damit bleibt nur noch zu hoffen, dass die Autofahrer in Essen künftig auf die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung achten werden. (nk)