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Essen: 750 Menschen bei Clan-Beerdigung trotz Corona – und die Stadt greift nicht ein

Essen: Bei einer Clan-Beerdigung kamen rund 750 Menschen zusammen.
Essen: Bei einer Clan-Beerdigung kamen rund 750 Menschen zusammen.
Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Essen. In Zeiten von Corona ist alles anders als gewöhnlich. Nur bis zu 150 Menschen dürfen bei privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstagen oder auch Beerdigungen zusammenkommen. Diese Regeln gelten in ganz NRW, auch in Essen.

Da dürfte es verwundern, dass am Donnerstag in Essen-Stoppenberg fünf Mal so viele Menschen am Friedhof „Am Hallo“ bei einer Beisetzung anwesend waren.

Essen: 750 Menschen bei Clan-Beerdigung

Rund 750 Menschen aus ganz Deutschland waren dabei, als Medienberichten zufolge ein hochrangiges Mitglied des Al-Zein-Clans, der Vater von Bilal H., genannt „Pumpgun Bilal“, im Norden von Essen beerdigt wurde.

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Woher kommen die Clans?

  • Wenn die Rede von kriminellen Araber-Clans ist, sind meist Mitglieder von Großfamilien mit türkisch-arabischen Wurzeln gemeint. In Deutschland gehören nach Schätzungen des Bundeskriminalamts (BKA) rund 200.000 Menschen zu solchen Großfamilien.
  • Die meisten von ihnen sind nicht kriminell. Manche aber haben sich zu mafiösen Gruppierungen zusammengeschlossen, nutzen familiäre Strukturen für kriminelle Geschäfte.
  • Sie leben häufig in einer abgeschottenen Parallelwelt, erkennen staatliche Strukturen nicht an. Straftaten werden zu internen Probleme erklärt, die innerhalb der Familien von sogenannten Friedensrichtern geregelt werden.
  • Viele haben eine türkische (15 Prozent) oder libanesische (31 Prozent) Staatsangehörigkeit, 36 Prozent haben eine deutsche Staatsangehörigkeit, fünf Prozent sind staatenlos.
  • Ausweisungen von Intensivtätern sind entsprechend schwierig

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Wie viele Personen teilnehmen würden, waren der Stadt Essen und der Polizei zuvor nicht bekannt. Ordnungsamt und Polizei waren während der Beerdigung auf dem muslimischen Teil des Friedhofs vor Ort - griffen aber trotz der unerlaubt hohen Zahl an Trauergästen nicht ein.

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Deshalb griffen Polizei und Stadt Essen nicht ein

Aus Respekt habe man sich zu diesem Schritt entschlossen, wie die Polizei gegenüber DER WESTEN erklärte. Während der Beisetzung sei es zu keinen Zwischenfällen gekommen.

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Laut „Bild“ soll neben anderen Clan-Größen auch Mahmoud Al-Zein, der selbst ernannte „Pate von Berlin“, in Essen dabei gewesen sein. Und auch Mitglieder der Rocker-Bande „Hells Angels“ und Rapper Manuellsen sollen an der Beerdigung teilgenommen haben, so die „Bild“. (cs)

 
 

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