Essen

Essen: 18-Jährige stirbt bei McLaren-Unfall – Anklage! Gutachten liefert erschreckende Erkenntnisse

Bei dem schweren Unfall auf der A52 in Essen starb die 18-jährige Gina aus Mülheim. (Archivbild)
Bei dem schweren Unfall auf der A52 in Essen starb die 18-jährige Gina aus Mülheim. (Archivbild)
Foto: WTV News

Essen. Es war ein schrecklicher Unfall, der sich Ende März auf der A52 in Essen zugetragen hat. Ein zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alter Mann verlor bei rasender Geschwindigkeit auf der Autobahn die Kontrolle über seinen giftgrünen McLaren.

Der Sportwagen durchbrach die Leitplanke. Wie durch ein Wunder kommt der Fahrer mit leichten Verletzungen davon. Seine Freundin (18) jedoch sollte den Unfall nicht überleben. Trotz Anschnallgurt wurde sie aus dem Auto geschleudert und erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Rund zehn Monate später hat die Staatsanwaltschaft Essen Anklage gegen den heute 24-Jährigen erhoben - wegen fahrlässiger Tötung. Ein Sachverständiger hat in der Zwischenzeit den Unfall auf der A52 rekonstruiert. Mit erschreckenden Erkenntnissen.

18-Jährige stirbt auf A52 – McLaren-Fahrer raste mit mindestens 286 km/h!

Laut dem Gutachten sei der 570 PS starke Sportwagen kurz vor dem Unfall zwischen 286 und 314 km/h schnell gewesen. Eine kleine Bodenwelle löste dann das Unglück aus, so Oberstaatsanwältin Birgit Jürgens gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Der Sachverständige geht davon aus, dass es zu einer unbeabsichtigten Lenkbewegung gekommen sein muss. „Laut Gutachten hätte er noch Zeit gehabt, das Fahrzeug in die Mitte des Fahrstreifens zurückzubewegen“, so Jürgens. Doch das habe er nicht geschafft. „Er war offenbar durch die hohe Geschwindigkeit überfordert“, sagte Jürgens.

Auch die Schwester des Opfers erhob nach dem Unfall schwere Vorwürfe gegen den Fahrer des McLarens. Mehr dazu erfährst du hier >>>

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Das ist der Hintergrund der Anklage

Zwar geschah der Unfall in einem Abschnitt der A52 im Essener Süden, in dem es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Trotzdem lautet die Anklage auf fahrlässige Tötung.

Der Grund: Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24-Jährigen vor, nicht in einer Art und Weise gefahren zu sein, dass er das Auto beherrschen könne. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe. Das Landgericht Essen muss nun prüfen, ob es die Anklage zulässt. (ak)

 
 

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