Erzieherin aus Essen wird IS-Witwe und sitzt in syrischem Lager fest – jetzt hat sie einen dringenden Wunsch

Eine Erzieherin aus Essen ist mit ihren Kindern in einem syrischen Lager gefangen. (Symbolfoto)
Eine Erzieherin aus Essen ist mit ihren Kindern in einem syrischen Lager gefangen. (Symbolfoto)
Foto: imago images / UIG

Es ist eine bewegende Geschichte. Eine ehemalige Erzieherin aus Essen (31) sitzt in einem syrischen Lager fest. Bei ihr sind ihre drei Kinder. Ihr Mann wurde 2017 ermordet, weil er sich entschlossen hatte, dem „Islamischen Staat“ den Rücken zu kehren. Jetzt will die Frau zurück nach Deutschland, berichtet der „Stern“. Das ist aber nicht so einfach.

Essen: Junge Mutter will zurück nach Deutschland

Wie die 31-Jährige im Interview mit dem Stern berichtet, war sie selber als Teenager überhaupt nicht gläubig. Sie zog aus dem Sauerland nach Essen und machte dort eine Ausbildung zur Erzieherin. Erst als sie mit Anfang 20 ihren zweiten Ehemann, einen konvertierten Muslim, kennenlernte, habe sie sich selber mit dem Islam beschäftigt.

Zuerst wollte ihr Mann nur, dass seine Frau nur noch mit einem Niqab, einem Gesichtsschleier, auf die Straße geht. Dann wurden seine Ansichten immer radikaler.

IS-Witwe musste mit nach Syrien auswandern

2012 entschloss der Konvertit sich dazu, sich dem IS anzuschließen und reiste mit seinem Kind und seiner Frau bis nach Syrien. Die Frau habe keine Wahl gehabt. Sie sagt, sie sei bedroht worden. In dieser Zeit bekam das Paar zwei weitere Kinder. Die Reise bis nach Syrien sei für die junge Frau sehr schwer gewesen. Wie der Stern berichtet, schrieb sie ihrer Schwiegermutter: „Mein Mann meinte, ich sei keine rechtschaffene Frau und nahm mir meinen Pass. Ich habe ihn gehasst." Ihre Versuche zu fliehen seien nie erfolgreich gewesen.

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2016 kam dann der Sinneswandel bei ihrem Ehemann und er wandte sich ab vom IS. Ein Jahr später wurde er von anderen Mitgliedern des IS hingerichtet.

IS-Witwe: „Ich wäre diesen Weg nicht gegangen"

Für die junge Frau habe festgestanden, dass sie zurück nach Hause wolle. Auf dem Weg wurde sie allerdings von Soldaten festgenommen und in ein syrisches Lager gebracht.

Nun ist die Situation kompliziert. Zusammen mit ihren Kindern möchte die Witwe zurück in ihre Heimat. Die Rechtslage ist in diesem Fall allerdings kompliziert. Ohne weiteres kann die 31-Jährige nicht zurück nach Deutschland kommen.

Heute bereut die junge Frau, wie ihr Leben verlaufen ist: „Hätte ich gewusst, dass ich nicht mehr nach Deutschland kann, ich wäre diesen Weg nicht gegangen." Das erzählte sie dem Stern. (lmd)

 
 

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