Essen

Erzieherin aus Essen packt aus: „Ich habe eigentlich jedes Jahr ein Arschlochkind“

Eine Erzieherin hat schonungslos mit ihrem Alltag in einer Kita im Essener Norden abgerechnet. (Symbolbild)
Eine Erzieherin hat schonungslos mit ihrem Alltag in einer Kita im Essener Norden abgerechnet. (Symbolbild)
Foto: dpa

Essen. Aggressive Kinder, anstrengende Eltern und kein Rückhalt der Chefs. Eine Erzieherin (32) aus Essen hat im „Vice-Magazin“ von ihrem Arbeitsalltag berichtet.

Schonungslos schildert die 32-Jährige die Zustände in ihrer Kita im Essener Norden. Dort betreue sie gemeinsam mit zwei Kolleginnen 22 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren.

Erzieherin aus Essen packt aus: „Papa sticht dich ab“

Der Job erfülle die Erzieherin aus Essen sehr, betont sie. Doch nicht jede Aufgabe liege ihr. „Sobald ein Kind sich übergibt, geh ich aus der Gruppe raus, sonst würde ich mitkotzen“, sagt die 32-Jährige. Auch bei Durchfall sei sie froh, wenn die Kollegen übernehmen.

Doch Ausscheidungen seien nur eine Sache. „Ich habe eigentlich jedes Jahr ein Arschlochkind“, formuliert die Erzieherin. Als Beispiel nennt sie einen Fünfjährigen, der sie gebissen, gekratzt und bespuckt hätte. Auf ihre Versuche, ihn ruhig zu stellen, soll er so reagiert haben: „Ich sag meinem Papa Bescheid und wenn du morgen aus dem Kindergarten kommst, steht der da mit einem Messer und sticht dich ab.“

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Der Vater sei Alkoholiker gewesen und außerdem aggressiv. Sie habe den Vorfall gemeldet. Doch die Leitung der Kita habe nichts unternommen. „Ich hatte so Schiss, dass ich mich von einem Freund habe abholen lassen“, schildert die Erzieherin aus Essen im „Vice-Magazin“.

Mobbing und Kämpfe gegen Eltern

Auch andere Kinder seien in der Vergangenheit ihr gegenüber aggressiv gewesen. Ein Junge habe ihr einmal mit voller Wucht in den Bauch getreten und außerdem die anderen Kinder der Gruppe malträtiert.

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Als sie den Vater mehrfach mit dem Verhalten seines Sohnes konfrontiert habe, sei er ausfallend geworden und gedroht „mir auf die Schnauze zu hauen“, behauptet sie. Andere Eltern hätten sie vor Jahren gemobbt, sie bei der Leitung angeschwärzt. Von Misshandlung der Kinder sei die Rede gewesen.

„Wenn Eltern Lügengeschichten erzählen, ist das anscheinend scheißegal“

Auch in diesem Fall sei sie auf die Leitung zugegangen. Jedoch wieder ohne Erfolg. Es sei alles noch im Rahmen, habe die Leitung die Lage eingeschätzt. Die 32-Jährige sei daraufhin komplett ausgerastet. „Wenn Eltern Lügengeschichten erzählen, ist das anscheinend scheißegal.“

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Nachzuprüfen sind die Vorwürfe der 32-Jährigen nicht. Sie hat es vorgezogen, anonym zu bleiben, um ihren Job nicht zu gefährden, sagt sie.

 
 

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