Erste Wohnungen in den Kastanienhöfen sind vermietet

So sollen die Kastanienhöfe in der nördlichen Innenstadt nach der Fertigstellung im Herbst aussehen. Im Hintergrund ist die Kreuzeskirche zu sehen.
So sollen die Kastanienhöfe in der nördlichen Innenstadt nach der Fertigstellung im Herbst aussehen. Im Hintergrund ist die Kreuzeskirche zu sehen.
Foto: Allbau
  • Die „Kastanienhöfe“ des Allbau in der Nord-City werden im Herbst bezogen
  • Die Vermarktung von 47 Mietwohnungen hat begonnen – acht davon sind vergeben
  • Auch der Vermieter zieht ein: Der Allbau verlegt seinen Sitz an die Rottstraße

Essen.. Es ist nicht lange her, ein gutes Jahr erst, da tat sich im Schatten der Kreuzeskirche in der nördlichen Innenstadt eine gewaltige Baugrube auf. Seinerzeit legte der Allbau den Grundstein für die „Kastanien“, die größte Investition in der 95-jährigen Firmengeschichte der städtisch beherrschten Wohnungsgesellschaft.

Nicht nur der Gitarrenklänge der Lost Locos wegen, die den Festakt begleiteten, mag mancher unter den anwesenden Gästen die Verantwortlichen beim Allbau im Stillen für ein wenig verrückt erklärt haben. Ist es für den Allbau doch durchaus ein Wagnis, 58 Millionen Euro an einem Standort zu investieren, der bekanntlich kein einfacher ist. Der neue Gebäudekomplex aber, der in den vergangenen Monaten in beeindruckender Geschwindigkeit zwischen Kreuzeskirchstraße, Rottstraße und Kastanienallee in die Höhe gewachsen ist, soll städtebaulich die Wende einleiten in der nördlichen Innenstadt, wo die Einkommen gering und die Mieten niedrig sind.

81 bis 160 Quadratmeter

Ob die Rechnung aufgeht, wird sich nun beweisen, denn in diesen Tagen hat der Allbau damit begonnen, seine neuen Mietwohnungen zu vermarkten. Geschäftsführer Dirk Miklikowski spricht von einem „Eckpfeiler unseres Stadtentwicklungsprojektes“.

Auf fünf Mehrfamilienhäuser mit jeweils fünf Geschossen verteilen sich 31 Zweiraumwohnungen mit Größen zwischen 53 und 88 Quadratmetern, 13 Dreiraumwohnungen mit 81 bis 160 Quadratmetern und drei Vierraumwohnungen mit jeweils 131 Quadratmetern Wohnfläche. Die Miete bewegt sich zwischen 8,20 und 9,50 Euro, womit die Zielgruppe definiert wäre. Das Wohnen in den Kastanienhöfen muss man sich eben leisten können. Aber Tiefgarage, Balkons oder die bis zu 136 Quadratmeter große Dachterrasse haben eben ihren Preis. Acht Wohnungen seien bereits vermietet, darunter auch die größeren, heißt es beim Allbau, wo man sich eine durchmischte Mieterschaft wünscht. Den Altersschnitt senken dürften die Bewohner der 31 Studentenapartments, deren Vermietung zum 1. Oktober das Studierendenwerk der Uni Duisburg-Essen übernimmt.

Bereits zum 1. August eröffnet die Kindertagesstätte mit 70 Plätzen, Betreiber ist der Kinderschutzbund. Ende Oktober zieht dann der Allbau selbst ein, die Wohnungsgesellschaft verlegt ihre Hauptverwaltung nebst Kundencenter an die Rottstraße/Ecke Kastanienallee. Seinen Stammsitz am Kennedyplatz hat der Allbau, wie berichtet, an eine in Düsseldorf ansässige Projektentwicklungsgesellschaft für 12 Millionen Euro verkauft.

Ihren angestammten Sitz aufgeben werden auch die im „Haus der Begegnung“ am Webermarkt ansässigen sozialen Einrichtungen. Sie ziehen ebenfalls um in die Kastanienhöfe. Das markante Gebäude nebenan mit der denkmalgeschützten Fassade will der Allbau von der Stadt erwerben. Es soll der nächste Schritt sein auf dem Weg, der die nördliche Innenstadt nach vorn bringen soll.

 
 

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