Erbsen zählen für die Kunst

Foto: WAZ FotoPool

Erbsenzähler sind in der Kunst eigentlich nicht unbedingt willkommen. Doch für die am kommenden Wochenende startende Ausstellung „zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit“ wird es auf der Zeche Zollverein diesmal ziemlich grün. Die Schau lockt unter anderem mit Blattsalat-Bildern der Dortmunder Künstlerin Emine Ercihan und 1000 Kilogramm Erbsen, die gestern bereits für die Arbeit „Civilian Defense II“ von Dan Peterman angeliefert wurden, der sich mit dem Abwurf von Lebensmittelsäcken im Erdbeben-zerstörten Haiti beschäftigt.

In dem internationalen Ausstellungsprojekt „zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit“ geht um nicht weniger als um den kritischen Zustand der Welt und um die kulturellen und ästethetischen Dimensionen von Nachhaltigkeit. Erneuerbare Energien und Klimawandel, Nahrungsmittelknappheit hier und Wegwerfgesellschaft dort, all dies wird vom 19. Juli bis zum 4. September in den Hallen 6 und 8 der Zeche Zollverein verhandelt.

Für das weltweite Ausstellungs-Projekt, das zuletzt unter anderem in China, Indien und Brasilien Station gemacht hat, fanden sich vor Ort deshalb viele Unterstützer. RWE Stiftung, Stiftung Mercator, Stiftung Kulturhauptstadt Ruhr 2010, die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, das NRW Kultursekretariat, die Anneliese Brost-Stiftung, die GLS Treuhand und die Stadt Essen sind mit im Boot. Kuratiert wird die Schau, bei der auch 27 Tonnen Braunkohlebriketts eine Rolle spielen werden, von Adrienne Goehler.

 
 

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