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„Er hat einen Ordnen verdient und kein Strafverfahren“ - Der Westen-Nutzer empört über mögliches Verfahren gegen Feuerwehrmann, der Gaffer bespritzt hat

Viele Facebook-Nutzer reagieren mit Unverständnis, dass einem Feuerwehrmann nun ein Verfahren droht, weil er Gaffer bespritzte.
Viele Facebook-Nutzer reagieren mit Unverständnis, dass einem Feuerwehrmann nun ein Verfahren droht, weil er Gaffer bespritzte.
Foto: dpa
  • Viele Facebook-Nutzer reagieren mit Unverständnis, auf ein mögliches Verfahren gegen den Feuerwehrmann
  • Doch andere sagen: „Das war Selbstjustiz."

Essen. Weil Gaffer nach einem schweren Verkehrsunfall den Abtransport von Todesopfern filmte, bespritzte ein Feuerwehrmann auf der A3 die Autos. Deshalb könnte ihm nun ein Strafverfahren drohen (wir berichteten). Auf der Der Westen-Facebook-Seite reagieren viele Nutzer mit Unverständnis:

Kai W. schreibt: „Ein Mann der jeden Tag sein Leben riskiert, unterbezahlt ist, oft viel Leid sieht, den wollen sie an die Wäsche. Arme Justiz. Kümmert euch um wichtigere Sachen.“ Und auch Patrick J. sieht das genauso: „Der Feuerwehr da jetzt was an zu kreiden ist mehr als eine Farce. Wenn es um Gerechtigkeit und Sitte gehen würde, dann bitte weiter immer feste drauf mit dem Wasser."

Andere Nutzer gehen noch weiter, würden dem Feuerwehrmann gerne eine Auszeichnung verleihen: „Typ hat einen Orden verdient und kein Strafverfahren“, schreibt Jenny J.. Sven C. meint: „Es sollten öfter mal Menschen so viel Arsch in der Hose haben! Drücke ihm die Daumen das es keine Strafe gibt.“

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Sollte der Feuerwehrmann bestraft werden, würde sich einiges ändern, befürchten einige Nutzer. Doro M.: „Wenn das so weitergeht zeigt keiner mehr Zivilcourage aus Angst vor Strafe.“ Und Wolfgang M. glaubt: „Denkbare Konsequenz, die Autobahn wird bei einem Unfall voll gesperrt und bleibt (beidseitig) gesperrt, bis alles weggeräumt ist! Pech für die, die wegen der Gaffer länger im Stau stehen.“

Andere Nutzer sehen es kritischer

Doch es gibt auch Nutzer, die zu bedenken geben, dass der Feuerwehrmann nicht einfach Autos bespritzen darf. Ronja S. schreibt: „Die Filmer haben ja nicht die Hilfeleistenden blockiert sondern nur von der Gegenfahrbahn gefilmt. Da hat der Feuerwehrmann übertrieben. Mein Verständnis hält sich in Grenzen. Dem Feuerwehrmann sollte doch auch klar sein, dass sein Wasser nicht für solche Zwecke gedacht ist.“

Und Mo W. findet: „Trotzdem muss natürlich auch dem Feuerwehrmann in einem funktionierenden Rechtsstaat der Prozess gemacht oder es zumindest geprüft werden! Es war moralisch genau richtig, aber eben Selbstjustiz und das steht unter Strafe!

Sven R. weiß schon, wie er im Falle einer Verurteilung helfen möchte: „Falls er eine Geldstrafe bekommen sollte, werde ich 10 Euro spenden. Vielleicht ziehen ja andere nach.“

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