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Eltern sprechen sich gegen eine Dependance-Lösung aus

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Die Stadt Essen will drei Förderschulen abwickeln - Grund sei die Inklusion
Soll keine neuen Schüler mehr aufnehmen und jahrgangsweise auslaufen: die Bernetalschule an der Altenbergstrasse im Nordviertel Essens.Foto: Oliver Müller / WAZ Foto Pool

„Ich halte es für nicht hinreichend, nur isoliert sukzessiv die kleineren Schulen zu schließen“, sagt auch Ludger Dornebeck, Leiter der Ruhrtalschule, der zudem auf deren Bedeutung als einzige Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen im Essener Süden verweist. Dass es dort künftig nur einen Abzweig geben soll, sei unangemessen. Kritik kommt auch von den Eltern. „Wir werden eine Dependance-Lösung nicht mittragen. Das kann nicht im Sinne der optimalen Förderung unserer Kinder sein“, so der Schulpflegschaftsvorsitzende der Ruhrtalschule, Dietmar van Beem.

Nun ist die Politik am Zug. Die SPD-Fraktion im Rat befürworte in jedem Fall das Ziel Inklusion, so die schulpolitische Sprecherin Janine Laupenmühlen in einer ersten Reaktion. Standortschließungen alleine seien aber „kein Schulentwicklungsplan“. Man müsse die Landschaft insgesamt im Blick haben.

Schuldezernent Peter Renzel:„kein vorauseilender Gehorsam“

In Essen gibt es 16 städtische Förderschulen, zudem drei Förderschulen des Landschaftsverbands Rheinland, die Franz-Sales-Förderschule in kirchlicher Trägerschaft, die Waldorfschule mit ihrem Förderangebot.

Die Zahl der Schüler an Förderschulen sinkt schneller als an anderen Schulen. Besuchten im Schuljahr 2006/2007 noch 3645 Kinder in Essen eine Förderschule, waren es 2010/2011 laut Stadt 3434. Das macht einen Rückgang um 5,8 Prozent. An den Regelschulen verzeichnete man im gleichen Zeitraum 3,6 Prozent weniger Bedarf. „Dies ist einerseits bedingt durch die demografische Entwicklung, aber insbesondere auch durch die verstärkte Wahl der allgemeinbildenden Schulen als Förderort“, so die Verwaltung.

Man handele nicht in vorauseilendem Gehorsam

Die rot-grüne Landesregierung will die Entwicklung hin zu flächendeckender Inklusion weiter forcieren. Der Entwurf für ein entsprechendes Schulrechtsänderungsgesetz liegt vor. Man handele aber „nicht in vorauseilendem Gehorsam“, so Schuldezernent Peter Renzel, „wir setzen mit unseren Plänen auf der aktuellen Gesetzgebung auf“.

Helen Sibum

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Kommentare
28.10.2012
09:16
Die Stadt Essen will drei Förderschulen abwickeln - Grund sei die Inklusion
von Kraftrobotnik | #3

Danke für diesen Artikel. Aus ihm geht gut hervor, worum es wirklich geht, wenn gesagt wird:
"Hintergrund ist vor allem die Orientierung hin zu einem...
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1 Antwort
Die Stadt Essen will drei Förderschulen abwickeln - Grund sei die Inklusion
von uchfre | #3-1

Es gibt tatsächlich kein Konzept, womit ich meine, daß bisher eine Einigung auf verbindliche Standards fehlt. Es gibt keine verbindlichen Richtlinien zur Klassengröße, man versucht lediglich " die Klassen klein zu halten". Die Verfügbarkeit von Hilfsmitteln im Hinblick auf Anschaffungskosten ist nicht wirklilch geklärt, es gibt nicht nur den Rollstuhl, der da mitbedacht werden muß und den das körperbehinderte Kind schon selbst mitbringt. Desweiteren ist oft unklar, wer für Kinder ( außer Mitschülern) außerhalb des Unterrichts verbindlich für Hilfestellungen zuständig ist, z.B. evtl. Begleitung zur Toilette bei einem körperbehinderten Kind - unklar also, ob eine "fürsorgerische Handlungskomponente im Schulalltag" auch abgedeckt ist ( insbesondere bei körperlichen Beeinträchtigungen). Die Binnendifferenzierung im Unterricht ist schwierig umzusetzen, wenn die sonderpädagogische Unterstützung nur ca. den "halben Schulvormittag" zur Verfügung steht, abgesehen von fehlenden Raümen, etc.

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Die Stadt Essen will drei Förderschulen abwickeln - Grund sei die Inklusion
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http://www.derwesten.de/staedte/essen/stadt-will-drei-foerderschulen-abwickeln-id7230095.html
2012-10-26 08:00
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