Essen

Verfolgungsjagd wie in Hollywood: Straßenblockaden, Schläge und Notbremsungen in Essen

Es kam am Mittwoch in der Essener Innenstadt zu einer wilden Verfolgungsjagd. (Symbolbild)
Es kam am Mittwoch in der Essener Innenstadt zu einer wilden Verfolgungsjagd. (Symbolbild)
Foto: iStock
  • Am Mittwoch kam es zu einer wilden Verfolgungsjagd in Essen
  • Ein Zeuge verfolgte einen Unfallverursacher
  • Dabei kam es zu Blockaden, Ausweichmanövern und Schlägen

Essen. Am Mittwoch kam es in Essen zu einer wilden Verfolgungsjagd, die sich anhört wie ein Hollywood-Action-Streifen.

Gegen 17.30 Uhr bemerkte ein junger Mann (19) einen blauen Ford Focus auf der Gerswidastraße. Dieser beschädigte beim Ein- oder Ausparken ein hinter sich stehenden Citroen C3 schwer. Dann bretterte der Ford los.

Zeuge setzte sich ins Auto und fuhr Täter hinterher

Doch anstatt den Täter davon fahren zu lassen, setzte sich Zeuge in sein eigenes Auto und verfolgte den Flüchtigen.

Die Jagd führte die beiden Autos über den Gänsemarkt in Richtung Weberstraße, von dort dann in die Kreuzeskirchstraße und zur Rottstraße.

Fußgängerin musste zur Seite springen - Auto legte Notbremsung ein

Eine Fußgängerin konnte nur noch durch einen Sprung zur Seite verhindern, dass sie von den Autos überfahren wurde.

Auch ein anderes Auto, das den Autos in der Fluchtrichtung entgegenkam, konnte nur noch durch eine Notbremsung einen Crash verhindern.

An der Ecke Rottstraße und Kopstadtplatz rammte der flüchtende Ford einen Begrenzungspfeiler.

Zeuge benutzte eigenes Auto als Straßenblockade

Um den Rowdy am Weiterfahren zu hindern, stellte der Zeuge seinen Wagen als Blockade vor die breite Staßen-Einmündung.

Der Fluchtfahrer schaffte es trotzdem, an der Blockade vorbeizufahren und seine Fahrt in Richtung Rottstraße fortzusetzten.

Fluchtauto verkeilte sich mit Steinbegrenzungspfeiler

Kurz darauf fuhr der Ford dann in ein ihm entgegenkommendes Auto und verkeilte sich daraufhin mit einem Steinbegrenzungspfeiler.

Der Fahrer und sein Beifahrer sprangen aus dem Auto und setzten ihre Flucht per Fuß fort.

Der junge Verfolger (du erinnerst dich, der von ganz zu Beginn der Geschichte) rannte daraufhin auch per Fuß hinter den Flüchtigen hinterher und schaffte es, den Fahrer festzuhalten.

Schlag auf den Hinterkopf

Doch der Beifahrer des Flüchtigen gab dem Verfolger einen heftigen Schlag gegen den Hinterkopf. Er und der Ford-Fahrer konnten endgültig fliehen.

Der junge Zeuge erlitt durch den Schlag schwere Verletzungen. Er musste mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Fluchtfahrer trug braune Lederjacke

Der Fluchtfahrer ist zwischen 1.60 und 1.70 Meter groß, hat blondes Haar und trug zum Tatzeitpunkt eine braune Lederjacke.

Wenn du etwas gesehen hast, melde dich bitte bei der Polizei unter der Telefonnummer 0201/8290.

Die Polizei ermittelt nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Unfallflucht und Körperverletzung.

Zeuge hat mutig gehandelt

„Es war gut, dass der Zeuge den Täter verfolgt hat, um an ihn ranzukommen“, sagt ein Polizeisprecher auf Nachfrage von DER WESTEN. Die Polizei weist aber daraufhin, dass du dich selbst niemals in Gefahr bringen sollst. Daher am besten: Sofort die Polizei rufen.

(jgi)

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