Eine halbe Million Euro für die Radfahrer

Michael Mücke
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Essener Stadtteile.  Der Beschluss im städtischen Bau- und Verkehrsausschuss war einstimmig und der Vorsitzende Rolf Fliß (Grüne) zeigte sich erleichtert: „Endlich – darauf haben unsere Fahrradverbände lange warten müssen.“ Das Gremium stimmte dem Radverkehrs-Bauprogramm für dieses und die nächsten Jahre zu. Vor allem: Erstmals sollen dafür jährlich eine halbe Million Euro bereit gestellt werden.

Die Kernpunkte: Die Zahl der Fahrradstraßen, auf denen Biker Vorrang haben und Autofahrer maximal Tempo 30 fahren dürfen , wird von 36 auf hundert erhöht. Die Stadt will des weiteren Radlern eigene Fahrspuren auf Straßen geben, weil sie dann von Autofahrern besser erkannt werden und das Unfallrisiko deutlich sinken wird. Fahrrad- oder Schutzstreifen sind in einer Gesamtlänge von über 12,2 Kilometern vorgesehen, etwa auf der Schlossstraße, Hallostraße, Münchener Straße, Frankenstraße, Hafenstraße, Heisinger Straße, Frillendorfer Straße Norbertstraße und Otto-Brenner-Straße. Und: Radwege mit vielen Mängeln werden auf einer Gesamtlänge von 2,5 Kilometern erneuert.

Jörg Brinkmann, Vorsitzender des Fahrradclubs ADFC in Essen, begrüßt das Bauprogramm und spricht von einem Konzept, „das uns einen entscheidenden Schritt weiter bringt, wenn es denn tatsächlich auch so realisiert wird.“ Dass dafür nun jährlich ein fester Geldbetrag zur Verfügung stehen wird, „ist eine alte Forderung von uns, die jetzt erfüllt wird“, so Brinkmann.