Ein Ehrengrab für Kurt Jooss

Fischlaken/Werden..  Am 12. Januar 2014 wird sich der Geburtstag von Kurt Jooss jähren - zum 113. Mal. Er ist ein großer Sohn der Stadt Essen, war Mitbegründer der Folkwang Universität und Wegbereiter des Modernen Tanzes in Deutschland. In Altendorf wurde nach Jooss eine Straße benannt. Und bis heute ist er durch sein weltberühmtes Ballett „Der grüne Tisch“ auf den Bühnen der Welt präsent.

Jahrgangsstufe 11 schreibt eine Klausur über die Arbeit von Jooss

Sein Wirken ist derzeit auch ein Thema im Unterricht des Leistungskurses Tanz am Gymnasium Werden. Renate Pomp, Tanzpädagogin der Schule, lässt ihre Schützlinge der Jahrgangsstufe 11 eine Klausur über die Arbeit von Kurt Jooss schreiben.

Kaum einer aber weiß, dass Kurt Jooss auf dem Bergfriedhof in Fischlaken seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Da die Nutzung des Grabes ausgelaufen ist, setzte Marlene Hebach alle Hebel in Bewegung. Sie ist Werdenerin und eine ehemalige Studentin von Kurt Jooss an der Folkwang Universität. Und ihre Bemühungen hatten Erfolg - die Stadt Essen wird das Grab in ein Ehrengrab umwidmen.

Dies nimmt das Werdener Gymnasium zum Anlass, um die Ruhestätte von Kurt Jooss direkt am Tag nach seinem Geburtstag zu besuchen. Damit soll auch ein weiteres Zeichen zugunsten dieses großen Künstlers in Werden gesetzt werden.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, daran teilzunehmen. Der Grabbesuch findet bei jedem Wetter am Montag,13. Januar, statt. Treffpunkt ist an der Kapelle am Bergfriedhof in Fischlaken um 15 Uhr. Ansprechpartner am Werdener Gymnasium ist der Tanzpädagoge Heinz Loigge ( 860 578 30).

Kurt Jooss gehörte nicht nur 1927 zu den drei Gründern der Folkwangschule in Werden, sondern er richtete dort auch eine Experimentalgruppe ein - das Folkwang Tanztheater-Studio. Hier wurden die führenden Vertreterinnen des deutschen Tanztheaters ausgebildet - von Pina Pausch über Susanne Linke bis Reinhild Hoffmann.

Sein berühmtes Antikriegsstück „Der grüne Tisch“ wird auch heute noch weltweit von namhaften Ensembles aufgeführt. Die Uraufführung gab es 1932 im Pariser Théâtre des Champs Elysées.

Das Ballett stellt den Ersten Weltkrieg als Totentanz dar. Die Tänzer erscheinen als Typen, die anonymen Mächten ausgeliefert sind, Mächten, die am „grünen Tisch“ über das Schicksal von Millionen Menschen entscheiden.

 
 

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