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Essen

Ed-Sheeran-Konzert in Essen gescheitert – Naturschützer drohen: Das war erst der Anfang

Ed Sheeran hat den Kampf gegen die Feldlerche verloren.
Foto: Oliver Müller / FUNKE Foto Services, imago, Montage: DER WESTEN
  • Dass Konzert von Ed Sheeran findet nicht am Flughafen Essen/Mülheim statt
  • Ein Erfolg für die Tierschützer, die mit einer Klage gedroht hatten
  • Doch mit diesem Etappensieg sind NABU und Co. noch nicht zufrieden
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Essen. Die Feldlerche hat gesiegt. Auch durch den Widerstand von Naturschützern wurde das Konzert des britischen Superstars Ed Sheeran verlegt und findet nicht am Flughafen Essen/Mülheim statt (hier alle Infos).

Doch auf diesem Erfolg wollen sich die Tierschützer nicht ausruhen. „Dies ist nur ein Etappensieg für die Feldlerche“, heißt es in einer Pressemitteilung von BUND, NABU, Naturschutzjugend und Ornithologengesellschaft.

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Nun soll auch der Plan eines neuen Stadtquartiers auf dem Gelände bekämpft werden, der noch in diesem Jahr vorgestellt werden soll. Für die Nutzung des Terrains nach der angedachten Schließung des Flughafens wird gerade über eine Bebauung mit Wohnraum für rund 10.000 Menschen diskutuert.

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Ein No-Go für die Naturschützer, wie auch Elke Brandt vom NABU Ruhr im Gespräch mit DER WESTEN klarstellt. „Die Zwangsumsiedlung für das Konzert hätte bedrohten Vogelarten beschadet. Die Umsetzung eines solchen Bauvorhabens würde einen irreparablen Verlust bedeuten.“

Heißt: Die Naturschützerin befürchtet die endgültige Zerstörung des Lebensraums von Feldlerche und rund 70 weiteren Vogelarten, davon viele gefährdete.

Deshalb will der Bund der Naturschützer auch dagegen vorgehen. „Vorbild ist der Flughafen Tempelhof in Berlin. Auch dort ist durch eine Bürgerinitiative ein Rückzugsgebiet für Tiere erhalten geblieben.“

Wie soll es weiter gehen?

Die Vorstellung für den NABU: „Den Status quo erhalten. Gerne auch mit Flugbetrieb, der die Vögel wenig beeinträchtigt“, erklärt Brandt.

Auch mit dem Oktoberfest haben die Naturschützer keine Probleme. „Diese Großveranstaltung kollidiert mit keiner Brutzeit, wie es bei dem Konzert von Ed Sheeran der Fall gewesen wäre.“

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Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.