Essen

Du isst gesund, machst Sport - und nimmst nicht ab? Was du vermutlich dabei falsch machst

Krafttraining gehört zu jedem guten Fitnessprogramm dazu.
Krafttraining gehört zu jedem guten Fitnessprogramm dazu.
Foto: Der Westen
  • Zu schnelles Joggen und zu viel Obst
  • Ich muss mich wohl ziemlich umstellen
  • Machst du diesen Fehler auch?

Essen. Mein Projekt „Schlanke Jeans“ ist gestartet. Ich möchte schlanker und fitter werden.

Voll motiviert nach der Leistungsdiagnostik und der Grundumsatzanalyse weiß ich nun über alles Bescheid. Hier liest du den ersten Teil der Serie >>>

Ich habe vor allem eins gelernt: Ich habe bisher fast alles falsch gemacht. Denn bei der Leistungsdiagnostik und der Grundumsatzanalyse ist herausgekommen: Mein Fokus liegt auf dem falschen Training und der falschen Ernährung. Obwohl sie gesund ist.

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Selbst-Test: Stress ist ein absoluter Abnehm-Killer - und was du dagegen tun kannst

Abnehmen, meine „schlanke Jeans“ tragen, fitter werden! Wie ich das 2018 endlich durchziehen will (und was wirklich hilft)

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Es gibt im Körper einen Kohlehydratstoffwechsel und einen Fettstoffwechsel. Und eigentlich sollte der Fettstoffwechsel aktiver sein als der andere Stoffwechsel. Dann zieht der Körper sich nämlich seine Energie aus den Fetten, die du zu dir nimmst. Folge: Du setzt kein Fett an.

Bei mir.... ist das leider nicht so. „Du gibst deinem Körper genug Kohlehydrate, da muss der gar nicht an die Fette dran gehen“, erklärt Stephan Erdmann, Geschäftsführer vom Sport- und Höhenzentrum „bewegungsfelder“ mir. An meinem inneren Auge ziehen alle Bananen, Äpfel, Kartoffeln und sonstige leckeren, gesunden Lebensmittel der letzten Tage mit vielen Kohlehydraten vorbei.

Mein Fettstoffwechsel macht quasi Urlaub.

„Viele Leute haben genau das gleiche Problem. Und auch sie ernähren sich gesund. Aber trotzdem geht das Fett nicht weg, denn der Körper kann trotz sportlicher Anstrengung gut von den Kohlehydraten leben“, erklärt Stephan Erdmann.

Das heißt: Entweder anders essen oder viel mehr Sport treiben. Wozu den meisten dank eines Jobs die Zeit fehlt. Denn dann müsstest du nicht nur jeden Abend, sondern auch noch morgens vor der Arbeit Sport treiben.

Und ein weiterer Punkt kommt hinzu: Denn auch „mein“ Sport ist falsch. Ich gehe ins Fitnessstudio, stemme Gewichte, gehe im Wald laufen, ab und zu schwimmen. Ausdauersport verbrennt Fett heißt es. Und stimmt auch. Aber ich laufe zu schnell.

Dabei fühle ich mich gar nicht danach. Klar, so nach einer Stunde bin ich am prusten und habe einen hochroten Kopf. Aber das soll doch so sein?! „Nein“, sagt Stephan Erdmann streng. „Der langsame Ausdauersport verbrennt Fett.“

Um genauer zu sein, der Sport, der deinen Puls in deinen Grundlagen-Ausdauerbereich belässt - im aeroben Training also.

Denn nur im aeroben Training kann der Körper Fett verbrennen, den Muskeln wird genug Sauerstoff gegeben und Zeit, sich die Energie aus den Körperreserven zu ziehen.

Im anaeroben Bereich - wenn du aus der Puste bist also - müssen deine Muskeln auf Kohlehydrate zurückgreifen. Sie sind schneller zu verwerten und brennen schneller.

Eigentlich kannst du es vergleichen mit Stroh und Briketts: Das Stroh (Kohlehydrate) entflammt schnell und brennt dafür aber auch nicht allzu lange. Die Briketts (Fette) brauchen eine Weile bis sie sich entzünden - und brennen dafür umso länger.

Ich muss also langsamer trainieren, weniger Krafttraining betreiben (auch wenn ich das natürlich beibehalten muss) und mehr Ausdauer. Wenn du übrigens ab und zu mal in den anaeroben Bereich abdriftest, ist das nicht schlimm. Du solltest nur nicht ewig darin bleiben.

Eine ziemliche Umstellung erwartet mich. Nicht nur was die Ernährung angeht. Denn anstatt so zu joggen, dass ich am Ende des Trainings komplett k.o. bin - also schnell - muss ich langsam laufen.

Konkret bedeutet das: Ich muss dreimal die Woche jeweils rund eine Stunde langsamen Ausdauersport wie joggen, schwimmen, Radfahren machen. Dazu eine Kraftraining-Einheit und wenn ich dann noch Lust habe, kann ich mich in der Functional-Zone austoben. Medizinbälle an die Wand werfen, Seilchenspringen und solche Dinge.

In meinem nächsten Artikel erfährst du, wie genau ich meine Ernährung umstellen muss. Und wie schwer es wirklich ist, obwohl ich so viel essen darf.

 
 

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