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Essener Norden: Dönerverkäufer sticht Kunden nieder – der Grund ist absurd

Nach der Messerattacke kam es damals zu tumultartigen Ausschreitungen in der Essener Nordstadt.
Nach der Messerattacke kam es damals zu tumultartigen Ausschreitungen in der Essener Nordstadt.
Foto: Justin Brosch

Essen. Ein Dönerverkäufer verfolgt einen Kunden quer durch die Fußgängerzone in der Essener Nordstadt. Auf der Viehofer Straße sticht er mit einem Messer mit einer Klingelänge von 20 Zentimetern auf sein Opfer ein.

Der 23-jährige Kunde hebt noch schützend die Arme über den Kopf, das Messer bleibt zum Glück "nur" in seinem Arm stecken, Lebensgefahr bestand nicht.

Der 27-jährige Dönerverkäufer muss sich seit Freitag vor dem Landgericht Essen verantworten. Ihm wird versuchter Totschlag vorgeworfen, berichtet die WAZ.

Dönerverkäufer geht in Essen wegen simpler Aufforderung auf Kunden los

Auslöser für den Streit soll Ende September die simple Aufforderung gewesen sein: „Mach mal mehr Fleisch auf den Döner.“ Das berichtet der 23-jährige Essener vor Gericht.

Laut dem WAZ-Bericht zeigen Kameras, wie es zum Streit zwischen Käufer und Dönerverkäufer kam. Die Auseinandersetzung verlegt sich nach draußen - es kommt zu tumultartigen Szenen.

Darauf soll der Essener aufgefordert worden sein, die Lokalität zu verlassen. Doch er kommt nicht weit.

Mit einem Messer rennt der 27-jährige Angeklagte ihm hinterher und sticht zu. „Er hatte schlechte Laune“, ist sich der 23-Jährige heute sicher: „Dabei haben wir nur nach mehr Fleisch gefragt.“

Laut eigenen Aussagen habe das Opfer seitdem bleibende psychische Schäden.

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Menschenmassen mit Pfefferspray zurückgedrängt

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus. Anwesende versuchten immer wieder in den Imbiss zu gelangen. Die Polizei drängte damals die Massen mit Pfefferspray zurück.

Nach dem Angriff flieht der Tatverdächtige. In seiner Wohnung in Velbert kann er festgenommen werden. Danach kommt er wieder auf freien Fuß. Erst Zeugenaussagen führen dazu, dass der Fall als versuchter Totschlag eingestuft wird.

Ein Haftrichter erließ darauf einen Haftbefehl.

Was der geschädigte Essener noch vor Gericht aussagte, kannst du bei der WAZ lesen.

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