DNA-Test bestätigt Tod von Liesa aus Werl

Das DNA-Ergebnis bringt die traurige Gewissheit: Bei der am Wochenende im Essener Wald gefundenen Frauenleiche handelt es sich definitiv um Liesa S. aus Werl. Das bestätigt am Mittwochnachmittag die Staatsanwaltschaft Arnsberg. Sie setzt nun auf die Hilfe der Bevölkerung.

Essen/Werl. Das Ergebnis der DNA-Untersuchung bestätigt, was schon fast gewiss schien: Bei der am Wochenende in einem Waldgebiet in Essen gefundenen Fraueneiche handelt es sich mit hundertprozentiger Sicherheit um die vermisste Liesa S. aus Werl. Das bestätigt am Mittwochnachmittag die Staatsanwaltschaft Arnsberg.

Spielende Kinder hatten am Samstag in Nähe der Jugendherberge Essen menschliche Knochenteile gefunden und die Polizei alarmiert. Nach umfangreichen Suchmaßnahmen entdeckten die Beamten am Sonntag eine Frauenleiche. Eine mehrstündige Obduktion in der Rechtsmedizin machte die Tote „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ als die vermisste Liesa S. aus. Die 23-Jährige war im April spurlos verschwunden. Nun ist jeder Zweifel um die Identität der Toten ausgeräumt.

Todesursache aber weiterhin unklar

Trotz Obduktions-Ergebnis bleibt die Todesursache aber weiterhin unklar. Es gebe „nur den Hinweis darauf, dass sie erstickt ist“, sagt der zuständige Staatsanwalt. Noch ist auch unklar, wo Liesa getötet wurde. Die Staatsanwaltschaft geht bislang davon aus, dass der Fundort Essen nicht der Tatort ist. Das sollen nun weitere Untersuchungen klären.

Mutmaßlicher Mörder ist der 24-jährige Ex-Freund der Toten, Richard O. aus Essen. Kurz vor ihrem Verschwinden hatte sich Liesa mit ihm zu einer Aussprache getroffen. Der junge Mann sitzt bereits seit Mai in U-Haft in der JVA Dortmund und gilt weiterhin als dringend tatverdächtig: Die Polizei hatte DNA-Spuren der Toten in einem Leihwagen gefunden, den er sich zum Tatzeitpunkt gemietet hatte.

In diesem Zusammenhang bittet die ermittelnde Kriminalpolizei auch die Anwohner rund um das Waldgebiet in Essen-Werden um Mithilfe. Sie hofft auf Angaben zu dem verdächtigen schwarzen Polo, der sich möglicherweise in der Nacht vom 16. auf den 17. April im Bereich Essen-Werden befand.

Zudem werden Zeugen gesucht, die am 17. April oder später einen Spaten oder eine Schaufel in der Nähe der Jugendherberge in Essen-Werden gefunden haben. Zeugen werden gebeten, sich unter 0231/132-7999 beim Kriminaldauerdienst der Polizei Dortmund zu melden.

 
 

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