Dinner-Show mit französischem Flair im Jagdhaus

Die 13. „Panem et Circenses“-Saison ist angelaufen. Die Macher orientieren sich in diesem Jahr am klassischen, französischen Revue-Theater. Doch die Tanzeinlagen haben teils arge Längen. Das Vier-Gang-Menü kommt aus der Küche von Jagdhaus Schellenberg.

Essen.. Weihnachtskugeln in den Farben der Tricolore hängen an Tannenzweigen, rot-blau-weiße Deko ist überall verteilt. Über das Motto der aktuell 13. „Panem et Circenses“-Saison muss man nicht lang rätseln: „Ça c’est Paris“ haben die Choreographen um Zirkus-Direktor Bernhard Paul die Show überschrieben, die bis zum 18. Januar im historischen Spiegelzelt am Jagdhaus Schellenberg gastiert.

Mit der neuen Spielzeit wagt man sich an ein neues Show-Konzept. Führten bislang Entertainer und Comedians mit verbindenden Erzählungen durch die Show, so sind diesmal wortlose Tanzeinlagen und die französische Actrice Laure Bontaz verbindende Elemente – ein Konzept, das nur zum Teil aufgeht. Ein wenig frivol wird es beim Tanz in Strapsen und Korsage auf der Bühne zwischen den Tischen, ein wenig Hüftschwingen a la Josephine Baker ist zu sehen.

Rund vierstündiges Programm

Dagegen ist - zumal in einer Show nach Vorbild französischer Revue-Theater - wenig zu sagen. Doch haben die Tanzeinlagen in dem rund vierstündigen Programm teils arge Längen. Da versöhnt die französische Actrice Laure Bontaz das Publikum mit Charme, Esprit und großer Bühnenpräsenz. Zu ihrem Repertoire gehören Chansons-Klassiker wie „Milord“ und das durch die Piaf unvergessliche „La vie en rose“. Zudem hat man - für den „bon Humor“ - erneut Clownin Masha verpflichtet. Perfekt.

Für die atemberaubenden Momente zwischen den Gängen hat das Panem-Team auch in diesem Jahr virtuose Akrobatik-Nummern eingekauft. Eine beeindruckende Darbietung von Kraft und Körperbeherrschung zeigt - fast schon in Zeitlupentempo - das ungarische Duo „Silver-Power“. Am Trapez unter der Zirkus-Kuppel sorgt das „Duo Rose“ mit seiner Akrobatik, die Leichtigkeit versprüht, für Staunen. Auf großes Tempo setzt hingegen Jonglage-Künstler Semen Krachinov; er hält die Keulen nicht nur mit den Händen in der Luft, sondern schwingt sie auch mit den Füßen gen Zirkuskuppel.

Pausen im Programm gibt es für das Vier-Gang-Menü, das auch in diesem Jahr aus der Küche von Jagdhaus Schellenberg-Koch Andreas Mattern stammt. Gebratenen Riesengarnelen auf französischen Minilinsen folgt ein Crèmesüppchen von Fenchel und Curry mit Lachs, bevor das Hauptgericht - Barbarie-Entenbrust mit Kartoffelsoufflé und glasiertem Spitzkohl gereicht wird. Das Dinner und den Abend rundet eine Crème Brûlée mit Vanilleeis vortrefflich ab.

 
 

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