Essen

Dieselfahrverbote in Essen? Die Stadt sagt deutlich: Nein, danke!

In Essen wird es kein Dieselfahrverbot geben. (Symbolbild)
In Essen wird es kein Dieselfahrverbot geben. (Symbolbild)
Foto: Marcel Kusch / dpa
  • Aachen und Hamburg haben ein Dieselfahrverbot
  • Essen sagt dem Verbot ab
  • Verwaltungsaufwand ist zu groß

Essen. In Aachen und Hamburg ist es bereits passiert, in Stuttgart droht es, andere Städte wollen nachziehen: Das Dieselfahrverbot wird in deutschen Städten angewendet. In allen deutschen Städten? Nein, bei weitem nicht. Denn viele Stadtverwaltungen sind dagegen. So auch Essen.

„Die Stadt Essen will die Verbote eindeutig nicht“, sagt Jasmin Trilling von der Stadt deutlich. „Der Verwaltungsaufwand, um ein solches Verbot durchzusetzen, ist viel zu groß.“

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Es gibt zu wenig Ressourcen

Um Kontrollen durchzuführen, welche Abgasnorm das jeweilige Dieselfahrzeug hat, ist Personal nötig, das ständig an Hauptverkehrspunkten kontrolliert. „Das kann weder die Polizei noch wir stemmen. Dafür gibt es zu wenig Ressourcen.“

In Hamburg soll das Verbot an zwei Hauptstraßen durchgeführt werden, Aachen muss sich eine Alternative überlegen, wie die Grenzwerte bei Stickstoffoxiden eingehalten werden können. Sonst gibt es dort ein Dieselfahrverbot für die ganze Stadt ab 1. Januar 2019.

Sondergenehmigungen sind ein Problem

„Wir schauen natürlich ganz genau, wie Hamburg und Aachen das Verbot umsetzen. Aber wir sind ziemlich sicher, dass das hier nicht geht“, so Trilling.

Denn alleine die ganzen Sondergenehmigungen für Handwerker, Firmen, Anwohner und Anlieger würden einen so hohen Verwaltungsaufwand bringen, dass es nicht zu schaffen sei.

Gladbecker Straße ist ein Problem

Die Stadt Essen hat vor allem an der Gladbecker Straße mit verunreinigter Luft zu kämpfen. Um dort die Luftqualität zu verbessern, hatte die Stadt den Plan, Häuser abzureißen. Mit diesem Vorhaben hat die Stadt Essen es sogar in die heute-show auf ZDF geschafft. (fb)

 
 

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