Die Universität baut im Univiertel

Jennifer Humpfle
Foto: WAZ FotoPool

Der Name Uni-Viertel hat schon einen guten Klang, nun siedelt sich die Universität auch selbst in dem Neubaugebiet am Berliner Platz an: Zwischen Gladbecker Straße und der neuen Meyer-Schwickerath-Straße 1 entsteht für zwölf Millionen Euro ein großzügiges Hörsaalzentrum, das zum Sommersemester 2014 eröffnet werden soll. Zum ersten Spatenstich kam NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) nach Essen.

Die Ministerin, Vertreter der Stadt und die Bauherren vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) waren sich dabei einig, dass der Neubau auch ein Symbol ist für das Zusammenwachsen von studentischem und städtischem Leben. Gleichzeitig ist er pure Notwendigkeit: Die Uni Duisburg-Essen (UDE) mit ihren derzeit 39 000 Studierenden muss sich für den doppelten Abiturjahrgang und weiter steigende Studentenzahlen rüsten. „Mit dem Hörsaalzentrum schaffen wir mehr Platz für Lehrende und Studierende, das ist unabdingbar“, sagte die Ministerin.

12 Millionen Euro Baukosten

1250 Studierenden wird das neue Hörsaalzentrum Platz bieten. „Wie wichtig der Universität diese Erweiterung ist, zeigt sich im erbrachten Eigenanteil“, sagt Schulze. Rund vier Millionen der insgesamt zwölf Millionen Euro Baukosten steuert die Uni aus eigenen Mitteln zu. „Die Universität übertrifft unsere Zielvereinbarungen in allen Bereichen und ist somit eine der Leistungsträgerinnen der Hochschulen in NRW.“

Innerhalb von 16 Monaten soll der Neubau fertig sein, pünktlich zum Sommersemester 2014. Der Spatenstich habe Symbolkraft, sagt Uni-Rektor Ulrich Radtke: So gut das Wachstum für den aufstrebenden Bildungsstandort Ruhrgebiet sei, „so wichtig ist es, dass die Universität baulich Schritt hält“. Schon im nächsten Jahr könnte der Bau eines weiteren Gebäudes beginnen.

Doch zunächst starten die Arbeiten für das Hörsaalzentrum: „Wir haben 15 000 Kubikmeter Erdaushub“, erklärt Peter Sager vom BLB. Wegen des hohen Grundwasserspiegels müsse ein Spezialverbau vorgenommen werden. „Im Februar werden Sohle und Wände aus Spezialbeton gegossen, ab März sollte das Wachstum nach oben sichtbar werden.“

Hoffen auf Bibliotheks-Turm

Nun hoffen die Verantwortlichen der UDE, dass sie auch das ehrgeizige Projekt eines Bibliothek-Turms noch realisieren können. „Die Finanzierung des Komplettvorhabens ist noch nicht gesichert“, sagt UDE-Sprecherin Beate Kostka. „Sobald wir genügend Sponsoren haben, nehmen wir dieses tolle Projekt sofort in Angriff.“