Die Stadt macht sich winterfest

Für den Winter gut gerüstet: EBE-Mitarbeiter Patrick Müller lässt seinen Streuwagen mit Salz befüllen.
Für den Winter gut gerüstet: EBE-Mitarbeiter Patrick Müller lässt seinen Streuwagen mit Salz befüllen.
Foto: Michael Korte
Die ersten Streuwagen der Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) sind auf den Straßen unterwegs. Derweil appelliert die Polizei an Autofahrer, in den kommenden Tagen besonders vorsichtig zu fahren.

Essen.. Pünktlich zum Jahresende kommt der Winter allmählich auf Touren: Die ersten Flocken sind gefallen und auch in den kommenden Tagen soll es nach Vorhersagen des Deutschen-Wetterdienstes (DWD) mit einigen Schwankungen knackig kalt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bleiben. Schnee und Eis sind aber vorerst nicht zu befürchten. „Bis zum Jahreswechsel erwartet uns noch eine kurze Warmfront von Nordwesten her“, erklärt Cornelia Urban, DWD-Meteorologin in der Wetterstation Essen-Schuir. „In den Morgenstunden kann es am Dienstag trotzdem noch einmal glatt auf den Straßen werden“, prognostiziert sie für den heutigen Tag – deshalb sei Vorsicht geboten: „Auch ein leichter Sprühregen kann dann leicht vereisen und zu spiegelglatten Fahrbahnen führen.“

Dafür verabschiedet sich 2014 voraussichtlich niederschlagsfrei – so soll der morgige Mittwoch trocken bleiben und nachts gute Voraussetzungen für Neujahrsfeuerwerke bieten. Mit Schnee und Graupeln ist dann erst in der ersten Januarwoche wieder zu rechnen – vor allem in der Nacht von Donnerstag auf Freitag.

Geschwindigkeit an die Fahrt- und Sichtverhältnisse anpassen

Dies sollte zwar eigentlich niemanden ernsthaft erstaunen, doch rät die Polizei in diesen Tagen dennoch, sein Auto, falls noch nicht geschehen, spätestens jetzt einem Sicherheitscheck auf Wintertauglichkeit zu unterziehen. „Viele Autofahrer sind von der Schneeglätte jedes Jahr aufs neue überrascht“, sagt Polizeisprecher Marco Ueberbach. Dafür sprechen immerhin 36 Glatteisunfälle, die sich allein am Weihnachtswochenende über das gesamte Stadtgebiet verteilt ereigneten.

„Man kann nicht oft genug sagen, dass die Autofahrer die Geschwindigkeit den schlechteren Fahrt- und Sichtverhältnissen anpassen müssen. Wer allerdings sein Auto einmal auf passende Reifen und Beleuchtung überprüft hat, trägt schon viel zur Verkehrssicherheit im Winter bei“, so Ueberbach. Vom Fahrrad rät er bei Glätte auf den Straßen hingegen generell ab, „das ist bei diesem Wetter einfach zu gefährlich.“

Verzögerungen der Müllabfuhr

Gut gerüstet für alle Unwägbarkeiten des Winters gibt man sich derweil bei den Essener Entsorgungsbetrieben (EBE): Gut 5500 Tonnen Streusalz lagern in den Silos der EBE sowie im Salzlager und Bunker. Zu Engpässen sollte es da nicht kommen, versichert Anja Wuschof, Leiterin der Abteilung Straßenreinigung und Winterdienst: „Wir haben aus dem harten Winter vor vier Jahren gelernt, unsere Bestände sollten diesmal auf jeden Fall ausreichen.“

Somit sind 18 Fahrzeuge für den Streuplan A im Einsatz, der jene Strecken umfasst, die rund um die Uhr gestreut sein müssen, und sieben weitere für den Streuplan B, der nur von sechs bis 22 Uhr berücksichtigt wird, um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten. Sowohl gestern als auch am Samstag nach Weihnachten mussten die Streuwagen bereits ausrücken.

Etwa 1000 Kilometer verkehrswichtiger Straßen fahren die EBE-Wagen ab – dies entspricht knapp einem Drittel des gesamten Essener Straßennetzes. „Für den Großteil der Bundesstraßen ist Straßen NRW zuständig; wir arbeiten mit den Kollegen eng zusammen“, sagt Wuschof. Bei Glätte sollten die Bürger auch auf eventuelle Verzögerungen der Müllabfuhr eingestellt sein, so solle man darauf achten, „die Zuwege zu den Tonnen freizuhalten.“ Wenn der Winter ernst macht, ist auch der Bürger in der Pflicht, vor der Haustür ausreichend zu streuen oder den Bürgersteig vom Schnee freizuschaufeln.

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