Die neue Kita wird zum Haus des Lernens

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Mit dem Spatenstich am Beuler Feld in Horst begannen jetzt forma l nicht nur die Arbeiten an einem neuen Kindergarten für den Stadtteil. Tatsächlich soll auf dem Gelände der Astrid-Lindgren-Grundschule zum Beginn des neuen Kindergarten-Jahres im August ein ganz neues Bildungsangebot entstehen, bei dem Kita und Schule zusammenarbeiten und sich als „Haus des Lernens“ begreifen.

Träger der neuen Kindertagesstätte ist der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der in Essen bereits einige Kitas betreibt. „Schon der Beschluss im Jugendhilfeausschuss, dass wir die Trägerschaft übernehmen dürfen, hat uns sehr gefreut“, sagt SkF-Geschäftsführer Björn Enno Hermans. Und dass zum Spatenstich in der vergangenen Woche der Oberbürgermeister und zwei Dezernenten anreisten, wertet Hermans als Zeichen für „die gute Kooperation mit der Stadt Essen, die Eigentümer und Bauherr ist und das Gebäude an uns vermietet“.

Ab dem Sommer wird es bunter im Beuler Feld: „Bis zu 75 Kinder, davon 22 jünger als drei Jahre, werden die neue Einrichtung besuchen“, sagt Jutta Kuhn, die beim SkF für den Fachdienst Bildung und Betreuung zuständig ist. „Das Konzept ist vor allem auf die Themen Bewegung und Ernährung ausgerichtet, wo der SkF mit seinem bekannten Projekt Fliz-Mobil schon viel Erfahrung hat.“

Hermans betont, dass der SkF im Stadtteil schon mit verschiedenen Angeboten aktiv ist und so eine Vernetzung möglich sei. In Horst sei man in der ambulanten Erziehungshilfe tätig, im Hörsterfeld mit einer weiteren Kita präsent. Auch betreibe der SkF ein Stadtteilbüro samt Schuldner-Beratungsstelle im benachbarten Bergmannsfeld.

Vor allem aber ist der SkF mit seinem Projekt „Familie aktiv in Schule“ und den Familienklassen schon seit vielen Jahren in Horst aktiv. Damit werden Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf und deren Familien am Schulstandort im Zusammenwirken mit der Schule gefördert und unterstützt.

Eine weitere Besonderheit wird der inklusive Ansatz der Kita sein; sprich: Hier sollen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut werden. Zusammen mit der Schule wird dann ein Konzept für das „Haus des Lernens“ entwickelt, das vor allem die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule zum Inhalt haben wird.

„Natürlich möchten wir den Eltern ein möglichst gutes Angebot zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf machen, dazu gehören auch umfangreiche Öffnungszeiten“, betont Jutta Kuhn. So wird die Einrichtung montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr geöffnet sein. Zusätzlich kann auf das „SkF-KiTa-Plus“-Konzept zurückgegriffen werden. Auf individuelle Bedürfnisse und Betreuungswünsche könne mit der Kindertagespflege und mit weiteren Betreuungsmöglichkeiten reagiert werden. Hier gelte, sagt Hermans, wie ganz allgemein auch: „Die Herausforderung, dem Bedarf der Kinderbetreuung in dieser Stadt gerecht zu werden, ist ohnehin nur mit allen Akteuren gemeinsam zu bewältigen.“

 
 

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