Essen

Die Essener flüchteten zum Karneval aus der Stadt - das sind die Gründe

Die Star Wars Truppe fährt nach Düsseldorf.
Die Star Wars Truppe fährt nach Düsseldorf.
Foto: Privat

Essen. Weiberfastnacht lässt auch im Ruhrgebiet die Jecken nicht kalt und schon ab 10 Uhr morgens füllt sich der Hauptbahnhof mit Hexen, Piraten, Krankenschwestern und anderen bunten Kostümen. Aber warum fahren denn alle weg? In Essen wird doch auch gefeiert?

-------------------------------------

• Mehr Themen:

Mehr Strafe ging nicht: Verurteilung von Marcel Heße ist rechtskräftig

Polizei durchsucht Reichsbürger-Wohnung und findet dieses gigantische Waffenarsenal

• Top-News des Tages:

Wie albern! Peta will den Ninja Turtles vegane Pizza aufzwingen!

Kinder wollen Bochumerin (46) überfallen - doch mit ihrem Stafford-Mischling hatten sie nicht gerechnet

-------------------------------------

Zu sechst sind die Frauen unterwegs, in Steampunk-Optik verkleidet. Sie kennen sich seit Jahren, sind befreundet, fahren schon lange zum Karneval weg. „In Düsseldorf ist einfach mehr und früher etwas los. In Essen geht es ja erst abends richtig los, das ist doof“, erzählt Iva. Sie ist mit ihren Freundinnen unterwegs im Steampunk-Look, ein Gruppenkostüm. Vielleicht wollen sie dann abends noch in Essen eine Runde feiern gehen, aber erstmal abwarten.

Genauso sehen es auch René, Peter, Hanul und Andrea. Sie fahren vormittags schon nach Düsseldorf, wollen abends aber auf jeden Fall noch ins Irish Pub auf der Rü. Den Straßenkarneval in Düsseldorf wollen sie dann vorher aber doch schon mitnehmen.

Seit 43 Jahren kennen sich Nicole und Andrea. Dieses Jahr fahren sie zum ersten Mal nach Düsseldorf. Sonst haben sie immer im Eigelstein auf der Rü gefeiert. Das hat aber mittlerweile geschlossen, also musste ein Alternativplan her. „Und kam dann die Idee für Düsseldorf auf. Sonst wären wir vermutlich auch wieder ins Eigelstein gegangen.“

„Meine Oma kommt aus Köln, daher hab ich vielleicht das jecke Gen“, meint Christopher. Er feiert viel und gerne Karneval, und das auch schon seit Jahrzehnten. Seit ein paar Jahren begleitet ihn Kumpel Sebastian. Heute geht es für die beiden wieder nach Köln. In Essen ist einfach zu wenig los, sagen sie. „Und wenn man einmal in Köln gefeiert hat, dann will man sich auch nicht mit Essen zufrieden geben.“

Die meisten der Feiernden sind übrigens nach Düsseldorf gefahren. Es ist dann doch irgendwie näher dran als Köln, hieß es meistens. (fb)

 

EURE FAVORITEN