Essen

Deutschlands größter Martinszug nur knapp gerettet - Essener Veranstalter klagt: „Kaum einer will noch kostenlos helfen“

Essens größter Martinszug in Frintrop ist gerettet. Aber es wird jedes Jahr schwieriger, Helfer zu finden.
Essens größter Martinszug in Frintrop ist gerettet. Aber es wird jedes Jahr schwieriger, Helfer zu finden.
Foto: Kerstin Kokoska/Funke Foto Services

Deutschlands größter Martinszug in Essen wäre fast geplatzt

Veranstalter hätte fast nicht genügend Ordner gefunden

Klage über mangelnden Einsatz von Bürgern

Essen. Fast hättest du dieses Jahr auf Deutschlands größten Martinszug verzichten müssen. Und das nur, weil wir offenbar alle zu bequem sind, auch mal was umsonst zu machen.

Denn die Veranstalter des Zugs haben fast nicht genügend Ordner gefunden. Drei Wochen vor dem Zug fehlten immer noch 15 von etwa 100 Helfern.

„Deshalb mussten wir mit der Absage drohen“

„Normalerweise hatten wir um diese Zeit alle Ordner beisammen“, sagt Rainer Seck. Er ist Sprecher des Bürger - und Verkehrsvereins Essen-Frintrop. Der Verein richtet Deutschlands größten Martinszug seit 1966 aus. Dieses Jahr wäre er fast geplatzt.

„Deshalb mussten wir mit der Absage drohen“, sagt Seck. Zusammen mit einem Aufruf in der Presse kamen dann doch genügend Ordner zusammen.

„Kaum einer will noch was für die Gemeinschaft tun“

„Es wird immer schwieriger, Leute zu finden. Kaum einer will noch kostenlos was für die Gemeinschaft tun“, sagt Seck. Dieses Jahr musste der Verein sogar Ordner aus anderen Städten anwerben: Wuppertal, Dortmund, Gelsenkirchen, Velbert.

„Es ist natürlich schön, dass der Zug deshalb stattfinden kann. Deutschlands größter Martinszug darf nicht ausfallen“, sagt Seck.

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