Essen

Bahnstrecke zwischen Essen und Duisburg gesperrt: Ersatzverkehr klappt dieses Mal besser – doch diese Pendler brauchen trotzdem starke Nerven

Der Schienenersatzverkehr am Essener Hauptbahnhof funktioniert besser als in den Osterferien.
Der Schienenersatzverkehr am Essener Hauptbahnhof funktioniert besser als in den Osterferien.
Foto: DER WESTEN

Essen. In den diesjährigen Osterferien hat die Deutsche Bahn die Strecke zwischen Essen und Duisburg bereits voll gesperrt. Der eingesetzte Ersatzverkehr sorgte damals für reichlich Ärger – viele verzweifelten wegen der ungewohnten Ersatzverbindungen – die Ersatzlinien über Essen-Altenessen waren teilweise vollkommen überfüllt.

Nun erleben die Pendler das Ganze noch einmal. Seit Beginn der Herbstferien am Freitag, 12. Oktober, ist die Strecke erneut gesperrt, aus dem gleichen Grund.

Und wieder hat die Deutsche Bahn einen Schienenersatzverkehr eingerichtet, um die Pendler zu ihren Zielen zu bringen. Doch im Gegensatz zu den teils chaotischen Osterferien funktioniert dieser dieses Mal besser. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Bahnsperrung zwischen Essen und Duisburg funktioniert

Am Essener Hauptbahnhof reihen sich die Busse am Montagmorgen am Ausgang Freiheit hintereinander auf. Die digitalen Schilder weisen daraufhin, wo welche Busse abfahren.

Alles ist genauso wie in den Osterferien. Und trotzdem funktioniert der Ablauf deutlich besser, das finden auch viele Pendler, die auf ihren Bus warten.

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Schienenersatzverkehr: Pendler kennen den Ablauf

Der Grund dafür ist zum Einen: Die Pendler kennen nun das System. Wer den Schienenersatzverkehr in den Osterferien schon mitgemacht hat, weiß jetzt, wo sein Bus abfährt.

So wie Sylvia Klosse. „Ostern hat mich das alles verwirrt. Da waren zu viele Menschen, man kam kaum an die Hinweisschilder dran, um sich zu informieren, wo der Bus abfährt, weil es so voll war. Jetzt weiß ich schon, dass die S1 Richtung Duisburg hier am Bussteig der Freiheit abfährt.“

Auch am Bahnhof Altenessen funktioniert Ablauf besser

Wie ihr geht es auch anderen Pendlern. Nur wenige Menschen schauen auf die Hinweisschilder. Die meisten laufen zielstrebig zu ihren Haltestellen. Nur manchmal muss der Deutsche-Bahn-Service eingreifen und den richtigen Weg weisen.

>>>Deutsche Bahn: Streckensperrung zwischen Essen und Duisburg – so kommst du trotzdem an dein Ziel

Das ist der zweite Grund, warum es dieses Mal reibungsloser abläuft. Die Zahl der Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die gut gekennzeichnet an den Ersatzhaltestelle stehen, wurde zwar im Vergleich zu den Osterferien nicht erhöht. Aber sie wirken deutlich souveräner, gehen am Montagmorgen auf die Menschen zu, die fragend umherirren oder an der Haltestelle stehen bleiben, wenn ein Bus abfährt. „Wir wurden besser auf die Situation eingestellt und besser geschult als letztes Mal. Da waren wir selbst manchmal noch etwas verwirrt“, sagt eine Service-Mitarbeiterin der Deutschen Bahn gegenüber DER WESTEN.

Auch am S-Bahnhof Altenessen, über den viele Pendler umgeleitet werden, um dann mit dem Schienenersatzverkehr zum Hauptbahnhof oder in die nächste Stadt zu kommen, läuft am Montagmorgen alles reibungslos.

Für Autofahrer ist Ersatzverkehr nervig

Nur für die Pendler, die mit dem Auto am Hauptbahnhof vorbeimüssen, hat sich im Vergleich zu den Osterferien nichts geändert. „Es nervt schon, dass hier plötzlich gefühlt hundert Busse stehen und man dadurch deutlich länger an der Ampel wartet“, sagt Daniel (33) an der Ampel hinter dem Hauptbahnhof. Er will rechts abbiegen und musste bereits zwei Ampelphasen abwarten. „Die Busse dürfen ja vorher abfahren und wenn sie auch rechts wollen und dann zeitgleich Fußgänger über die Straße gehen, kommt nur ein Bus um die Kurve. Das ist ätzend.“

In zwei Wochen ist die Strecke zwischen Essen und Duisburg wieder freigegeben. Bis dahin müssen Pendler mit dem Schienenersatzverkehr fahren – und Autofahrer sich auf längere Wartezeiten an den Ampeln einstellen.