Der Wert von Theater an Schulen

Vorurteile und Rivalitäten, anders sein als andere – das sind einige von vielen Themen, mit denen sich Schüler derzeit in Theater-Arbeiten beschäftigen. Am Donnerstag war eine Werkschau der Förderschule am Steeler Tor zu besichtigen – während des Theaterpädagogik-Festivals „Goldstücke“, das noch bis zum heutigen Freitag in der Weststadthalle stattfindet. Veranstalter ist der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF).

„Wer ein Theaterstück erarbeitet, muss sich auf gemeinsame Ziele einigen“, sagt Markus Heijenga vom SkF. „Jeder ist wichtig – egal, ob man eine große Rolle hat, oder ob man die Bühnentechnik bedient.“ Das alles, plus die nötige Disziplin und Verlässlichkeit, die beim gemeinsamen Proben wichtig sind, seien „soziale Fähigkeiten, die man mit Theaterarbeit erstklassig fördern kann“, sagt Heijenga. Zum zweiten Mal gibt es das „Goldstücke“-Festival. 16 Schulen nehmen teil, es sind Regel- und Förderschulen, und zuvor hatten Theaterpädagogen im Auftrag des SkF an den Schulen Szenen oder ganze Stücke erarbeitet – mit gesprochenem Wort, Pantomime oder Tanz. Theaterpädagogin Corinne Fischer, die mit den Schülern der Förderschule am Steeler Tor zusammengearbeitet hat, berichtet: „Die Unterschiedlichkeit der Schüler ist die große Herausforderung.“ Und, ganz wichtig: Die vielen Ideen, die entstehen, müsse man gemeinsam auf die Bühne bringen und zu etwas Gemeinsamem formen.

Das Theaterfestival endet heute, Freitag, mit Auftritten der Grundschulen Heinickestraße, Bergmannsfeld und Rahmstraße (10.30 Uhr). Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen.

 
 

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