Essen

„Der Staat sollte sich schämen!“ So kontrovers diskutieren die Essener die neue Tafel-Regelung

Demonstration gegen Rassismus bei Essener Tafel

Vor der Essener Tafel wurde am 3. März gegen Rassismus demonstriert. NRW-Integrationsminister Joachim Stamp hat sich die Essensausgabe angeschaut.

Vor der Essener Tafel wurde am 3. März gegen Rassismus demonstriert. NRW-Integrationsminister Joachim Stamp hat sich die Essensausgabe angeschaut.

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  • Der Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel ist Geschichte
  • Die neue Regelung wird unter den Essenern kontrovers diskutiert

Essen. Es war eine Entscheidung, die bundesweit für Schlagzeilen sorgte: Die Essener Tafel verkündete, keine weiteren Ausländer mehr aufzunehmen. Weil in der Warteschlange zu oft das Recht des Stärkeren durchgesetzt worden sei.

Nach einem „Runden Tisch“ der Verantwortlichen der Essener Tafel gemeinsam mit der Stadt Essen, Vertretern der Essener Wohlfahrtsverbände und des Verbundes der Essener Migrantenselbstorganisationen gab es eine Einigung über die baldige Aufhebung des Ausländerstopps.

Mit einer neuen Regelung sollen Drängeleien in der Warteschlange künftig vermieden werden. Das Ergebnis der Einigung diskutieren die Essener sehr kontrovers.

Hier alle Infos zu dem neuen Konzept bei der Essener Tafel ›››

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„Besser eine späte Einsicht als gar nicht“

Einige Nutzer befürworten, dass zukünftig niemand wegen seiner Herkunft bei der Essener Tafel ausgeschlossen wird. Harun O. schreibt auf der Facebook-Seite von DER WESTEN: „Ich begrüße die Entscheidung der Essener Tafel. Besser eine späte Einsicht als gar nicht.

Michaela S. ist der Ansicht, dass durch die neue Regelung wieder den wahren Bedürftigen geholfen wird: „Darum sollte es ja gehen, alte Menschen oder Alleinerziehende jeglicher Nationalität sollten Hilfe bekommen und sich nicht von jungen Männern ohne Anstand und Benehmen wegdrängen oder beleidigen zu lassen.

„Diesen Knall hätte es nicht geben müssen“

Andere, wie Reinhard W., sind mit der neuen Regelung nicht einverstanden:Die Essener Tafel war auf dem bestem Wege endlich ein Exempel zu statuieren, aber das die so zusammen knicken ist traurig.“

Sylvia S. bleibt trotz der Entscheidung am „Runden Tische“ skeptisch: „Viel Glück, aber die Misere geht bestimmt weiter. Was anderes ist, dass der Staat sich schämen sollte alte Menschen erst in diese Situation kommen zu lassen!“

Wieder andere kritisieren, dass es zuvor gar nicht so weit hätte kommen dürfen. So schreibt Hartmut W.: „Diesen Knall hätte es nicht geben müssen, weil die anderen Tafeln nach diesem 'neue Konzept' schon seit Jahren verfahren!

„Wer sich nicht benimmt, der fliegt ganz einfach“

Gabriele S. fordert, dass trotzdem zukünftig gegen Drängler in der Warteschlange vorgegangen werden sollte: Egal welche Nationalität: Wer sich nicht benimmt, der fliegt ganz einfach.“

Bei vielen überwiegt die Hoffnung, dass ab jetzt wieder Ruhe um die Essener Tafel einkehrt. Martin M. schreibt: „Ich hoffe das es dort nun gemäßigter zu geht und sich die älteren Menschen wieder zur Tafel trauen.“

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