Der „Ruhrmarathon“ kehrt zurück - Strecke von Gelsenkirchen nach Essen

Schön war’s, schön soll’s wieder werden: Ein Bild vom Karstadt-Marathon ‘08 in Dortmund.
Schön war’s, schön soll’s wieder werden: Ein Bild vom Karstadt-Marathon ‘08 in Dortmund.
Foto: WR/Franz Luthe
Der neue Volkslauf soll nicht einfach eine Neuauflage des „Ruhrmarathons“ werden. Mit dem neuen Sponsor, dem Wohnungskonzern „Vivawest“, sollen die Langstreckenläufer von Gelsenkirchen nach Essen ziehen.

Ruhrgebiet.. Nach dreijährigem „Stillstand“ läuft das Revier 2013 wieder: Das Ruhrgebiet bekommt einen neuen Marathon. Von Gelsenkirchen aus führen die 42,195 Kilometer am 12. Mai durch Bottrop, Gladbeck und Essen. Anmeldungen, auch zu Halbmarathon und Staffel, sind ab dem 19. September möglich.

„Der Ruhr-Marathon ist wieder da!“, jubelte darüber am Dienstag die Läuferszene, aber ganz so läuft die Sache nicht: „Wir wollen keine Wiederbelebung“, heißt es beim Veranstalter, der Kölner Sportagentur MMP, „wir wollen etwas Neues.“ Denn die Erinnerungen an den „alten“ Marathon, der nach seinem Sponsor eigentlich „Karstadt-Marathon“ hieß, sind nicht nur positiv. Fünfmal rannten die Sportler ab 2004 durchs Ruhrgebiet, bei der ersten Auflage von Dortmund nach Essen, später beim „Twin-Marathon“ von zwei Startpunkten in Dortmund und Gladbeck aus zum Essener Ziel. Doch mit den Jahren sank die Teilnehmerzahl, zuletzt auf kaum mehr 10 000 in allen Wettbewerben; an der Organisation gab es immer wieder Kritik.

2009 übernahm erstmals MMP, seit Jahren erfahren unter anderem mit dem Marathon in Bonn, die Organisation, versprach nach Anlaufschwierigkeiten für 2010 „den perfekten Lauf“. Doch ausgerechnet im Kulturhauptstadt-Jahr fiel das Event aus: Sponsor Karstadt ging in die Insolvenz, ein Ersatz fand sich nicht. Dabei haben die Langstreckler der Region „ihren“ Marathon geliebt: Für seinen Erhalt gingen sie mehrfach auf die Straße.

„Das Ruhrgebiet braucht das“

Und schrieben Bitt-Briefe an die örtlichen Firmen. Mit dem Wohnungskonzern „Vivawest“ ist nun ein neuer Geldgeber gefunden. Das Nachfolge-Unternehmen von Evonik Wohnen und THS mit Sitz in Gelsenkirchen und Immobilienbestand entlang der Strecke weiß, „wie sportbegeistert die Menschen in der Region sind“, so Robert Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Das Ruhrgebiet braucht das“, findet Sprecher Hans-Jörg Heims.

Was man auch in den beteiligten Städten unterschreibt: Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski, dem der neue Sponsor Start und Ziel vor der Haustür beschert, ist begeistert: „Der Marathon (. . .) ist ein Zeichen für den Zusammenhalt und die Identifikation der Menschen mit ihrer Region. Er zeigt, dass das Ruhrgebiet in Bewegung ist und hier etwas bewegt wird.“

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