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„Der letzte Bulle“ Henning Baum verrät – SIE spielt im neuen Kinofilm mit

Am 7. November startet „Der letzte Bulle“ in den Kinos.
Am 7. November startet „Der letzte Bulle“ in den Kinos.
Foto: Imago Images / Future Image

Essen. „Mag sein, dass Sie intelligenter sind als die meisten Männer, aber davon wird die Küche auch nicht sauber, Herzchen.“

Zuschauer der Serie „Der letzte Bulle“ erkennen sofort, dass dieser Spruch nur von einem stammen kann: Hauptdarsteller Henning Baum. Als Polizist der alten Schule, der sich für nichts zu schade, dafür aber für so manchen Spruch gut genug war, flimmerte der Essener Schauspieler vier Jahre lang über die deutschen Fernseher. 2014 war Schluss.

Doch jetzt kommt der Ruhrgebiets-Macho zurück auf die Leinwände – am 7. November startet die Verfilmung der Serie in den Kinos. Zum Filmstart sprach DER WESTEN mit Henning Baum über seine Rolle als Mick Brisgau, Serien-Liebling Uschi und seine Heimat Essen.

Wieso sollte ich den Kino-Film „Der letzte Bulle“ anschauen?

Baum: Der Film ist eine klassische Heldenreise. Die Zuschauer begleiten hier jemanden, der 25 Jahre seines Lebens verloren hat . Eigentlich eine furchtbar tragische Ausgangssituation. Sie sehen aber diesen Mick Brisgau, wie er trotzdem versucht, das alles zu überwinden - auf seine eigene Art. Er lässt sich von diesen schwierigen Startbedingungen nicht runterziehen, sondern er kämpft sich zurück ins Leben. Und das macht er auf seine hemdsärmelige coole Art, heute würde man das politisch unkorrekt nennen.

Eher ein bisschen chauvinistisch auch.

Baum: Nein, das ist er zum Beispiel nicht. Man kann ihm nicht vorwerfen, dass er sich jemals Frauen gegenüber schlecht benommen hätte. Er würde auch nicht auf den Gedanken kommen, dass er als Mann besser ist als eine Frau. Sondern die Art, wie er mit Frauen umgeht - auch wie er mit ihnen flirtet - ist ein bisschen Ruhrpott-Style. Er haut einen Spruch raus und schaut dann mal, wie die Frau darauf reagiert. Haben Sie den Film gesehen, ja?

Ich habe die Serie gesehen.

Baum: Ja gut, aber das taucht da auch auf.

Ja, das stimmt natürlich. Muss man denn die Serie gesehen haben, um den Film zu verstehen?

Baum: Nein, muss man nicht. Fans werden alte, liebgewonnene Freunde wiederentdecken, aber man muss die Serie nicht gesehen haben. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen.

Es gibt auch ein paar bekannte Gesichter in dem Film, wie Ihren Kollegen Andreas Kringe. Ihre Frau Lisa und Ihre Tochter wurden aber ausgetauscht. Was war der Anlass dafür?

Baum: Ausgetauscht kann man dazu nicht sagen. Peter Thorwarth (Anm. der Redaktion: Regisseur des Kinofilms „Der letzte Bulle“) hat in gewisser Maßen ein Paralleluniversum geschaffen. Das heißt: Die Figuren tauchen zwar wieder auf, aber sie sind verändert. Und werden dann eben manchmal auch von anderen Schauspielern dargestellt.

Was nervt sie an Mick Brisgau?

Baum: Gar nichts.

Überhaupt nichts?

Baum: Nein, überhaupt nichts.

Gut, das ging schnell. Ihr Kollege Andreas Kringe und Sie haben in der Serie nicht sonderlich viel gemeinsam. Aber privat verstehen Sie sich relativ gut?

Baum: Nicht nur relativ gut. Ich schätze ihn sehr. Wir sind enge Freunde und es ist damals ein großes Glück für mich gewesen, dass er meinen Partner gespielt hat. Max (Anm. der Redaktion: Maximilian Grill spielt Andreas Kringe) und ich sind in gewisser Weise äußerlich gegensätzlich – innerlich gar nicht so sehr. Aber wir schaffen es, wenn wir uns in unsere Rollen fallen lassen, dass uns auch Ideen einfallen. Die stehen dann nicht einmal im Drehbuch.

Spielt denn Uschi wieder mit?

Baum: Natürlich. Uschi ist die zeitlose Figur, die eigentlich auch nicht gealtert ist. Uschi ist zeitlos. Uschi symbolisiert eine andauernde, weibliche Art, ist in gewisser Weise eine mystische Figur. Sie symbolisiert das weibliche, das Mick auch in seinem Leben braucht, das für ihn auch einen Hafen bildet. Sie ist für ihn da, umsorgt ihn und kümmert sich um sein Wohl.

Sie sind Vollblut-Essener. Würden Sie die Stadt jemals verlassen?

Ja, natürlich. Klar würde ich die Stadt verlassen. Aber ich würde immer wiederkommen.

Danke für das Interview!

 
 

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