Decathlon eröffnet in Rathaus Galerie in Essen

Die 17. deutsche Decathlon-Filiale eröffnet am Donnerstag in der Rathaus Galerie.
Die 17. deutsche Decathlon-Filiale eröffnet am Donnerstag in der Rathaus Galerie.
Foto: WAZ FotoPool
Decathlon bringt 35.000 Sportartikel in die Rathaus Galerie, die Mieter und Kunden zuletzt wenig frequentierten. Derzeit stehen 13 Geschäfte leer, unter anderem die frühere Saturn-Etage. Centerleiter Oliver Grünwald ist jedoch zuversichtlich, bald neue Mieter vorstellen zu können.

Essen. „Sport für die Massen und nicht nur für bestimmte Klassen“ ziehe mit „Decathlon“ in die Rathaus Galerie ein, verspricht Martin Knudsen, Regionalleiter beim Sportartikelhersteller- und Fachgeschäft aus Villene­uve d’Ascq.

Für 25 Jahre hat sich die französische Firma auf 4500 Quadratmetern eingemietet – da, wo der Elektromarkt Saturn sein Domizil hatte, bevor er ins Einkaufszentrum am Limbecker Platz zog. „Ich freue mich über unseren neuen Großmieter und bin mir sicher: Er wird schnell ein Publikumsmagnet für die Galerie werden“, so Centerleiter Oliver Grünwald. Es habe eineinhalb Jahre gedauert, bis der Mietvertrag zeichnungsreif war – eine Zeit, in der die Räume verwaist waren. Wie so manches Ladenlokal im Center.

13 Geschäfte stehen leer

Derzeit stehen 13 Geschäfte leer, gut 1700 von 30.000 Quadratmetern. Größte Leerfläche ist die zweite frühere Saturn-Etage, die der Sportartikelhersteller nicht mit angemietet hat. „Wir sind aktuell in Verhandlungen“, sagt Grünwald. Er sei zuversichtlich, bald neue Mieter vorstellen zu können. Leicht sei das nicht, Alternativen sind vorhanden – etwa am Limbecker Platz, auf der Kettwiger und Limbecker Straße sowie in der Einkaufspassage am Hauptbahnhof.

InfoAm Donnerstag öffnet aber erst einmal der Sportartikelhersteller Decathlon seine Schiebetüren für bewegungsbegeisterte Kunden. Ob Golf, Bogenschießen, Angeln, Reiten, Hand- oder Fußball – mehr als 35.000 Artikel für 70 Sportarten füllen die Regale in der 17. deutschen Decathlon-Fili­ale, die erste in einer Innenstadt. 75 Prozent der Ware entfällt auf Eigenmarken, „für alle – vom Anfänger bis zum ambitionierten Athleten“, so Deutschlandchef Javier Segovia.

Lange ohne Sportladen

Schrille Farben, randvoll gefüllte Regale, ein breiter Mittelgang und viele Produkte, die in anderen Sportläden nicht angeboten werden, fallen beim er­sten Lauf durchs Geschäft auf. „Wer zu uns kommt, kann Sportgeräte im Laden ausprobieren. Je nach Sportart haben wir dafür extra Bereiche eingerichtet“, betont Filialleiter Philipp Bauknecht.

Für Oliver Grünwald ist Decath­lon ein Glücksfall, denn ein Geschäft für Sportartikel gab es in der Rathaus Galerie lange nicht mehr. Wie schon Saturn, verließ auch Sport-Einzelhändler „Runners Point“ das Center in Richtung Limbecker Platz. Und das, obwohl – so Grünwald – täglich bis zu 30.000 Menschen durchs Haus pilgern. Inwieweit es der neue „Großmieter“ schafft, wieder mehr Kundschaft zum Porscheplatz zu locken, muss sich zeigen. Aus der Decathlon-Chefetage heißt es jedenfalls: „Wir wollen bleiben.“

 
 

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