Essen

Dealer-Tunnel in Essen-Altendorf seit einem Jahr zugemauert: Was hat es gebracht?

Seit Mitte letzten Jahres ist von dem ehemaligen Durchgang zur Schmitzstraße nichts mehr zu sehen.
Seit Mitte letzten Jahres ist von dem ehemaligen Durchgang zur Schmitzstraße nichts mehr zu sehen.
Foto: Jana Gilfert/ DER WESTEN

Essen. Als „verrufener Ort“ gilt die Umgebung um die Kreuzung Helenenstraße/ Altendorferstraße. Der Grund: Aufgrund der hohen Betäubungskriminialität dort hat die Polizei den Bereich als gefährlich eingestuft.

Präziser: Hier soll die Drogenszene florieren und dealen.

Tunnel zur Schmitzstraße war Drogentreff

Genau das wurde für die Anwohner und Geschäftsleute an der naheliegenden Unterführung zwischen der Altendorfer- und Schmitzstraße zu einem riesigen Problem.

Denn der Tunnel, der durch das Wohnhaus Nummer 292 führte, wurde nicht nur zum beliebten Umschlagplatz für Drogendeals, sondern auch für Junkies. Ungeniert wurde hier gehandelt und konsumiert. Die Anwohner und Geschäftstreibende mussten dabei zuschauen.

Nachdem diese sich vor rund drei Jahren an die Polizei sowie an die Stadt gewandt hatten, tat sich auch etwas: Die Polizei legte ein größeres Augenmerk auf die Umgebung sowie Unterführung. Den Dealern wurde dadurch die Sicherheit der Anonymität genommen.

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Tunnel wurde 2017 zugemauert

Trotz der sich darauf verbessernden Lage - entschieden sich die Hausbewohner Manfred und Karl-Heinz Becker Anfang letzten Jahres, den Zugang zuzumauern. Denn eigentlich gehörte der Durchgang zu ihrem Haus und ist überhaupt keine öffentliche Straße.

Provisorisch wurde im März 2017 ein Holzverschlag hochgezogen, bevor im Sommer abschließend die Wand kam. Auch der Besitzer des Nachbarhauses, Rohit Kapoor war sofort einverstanden. In Absprache mit den Bauherren wurde der Eingang für seine Anwohner aus der Unterführung nach vorne gesetzt.

„Die sind weitergezogen“

Rund ein Jahr später ist vom ehemaligen Problem-Tunnel nichts mehr zu sehen. Dass hier jemals ein Durchgang war, lässt sich nicht erahnen. Passanten eilen bei bestem Frühlingswetter geschäftig vorbei. Tagsüber sind hier auch keine ominösen Personen weit und breit zu sehen.

Auch beim Elektrofachhandel Eckerfeld, der in dem Haus mit der ehemaligen Unterführung liegt, scheint alles ruhig. Eine Mitarbeiterin bestätigt: „Wir haben hier keine Probleme mehr. Die sind weitergezogen.“

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