Essen

„Das Ruhrgebiet wird runtergeschrieben“ - darum lobt die „Süddeutsche Zeitung“ Essen und den Pott

Das Revier als deutsches Detroit? Das sieht die „Süddeutsche Zeitung“ anders.
Das Revier als deutsches Detroit? Das sieht die „Süddeutsche Zeitung“ anders.
Foto: Sebastian Konopka / FUNKE Foto Services

Essen. Wenn überregionale Zeitungen oder Fernsehsender über das Revier berichten, dann geht es normalerweise um den Abstieg. Um die graue Gegenwart einer einst erfolgreichen Region. So entsteht ein gefährliches Zerrbild des Potts.

Nun widmete die „Süddeutsche Zeitung“ (tägliche Auflage über 300.000 Exemplare) dem Revier eine große Reportage - und dabei kommt der Pott richtig gut weg.

Wird das Ruhrgebiet kleingeschrieben?

„Das Ruhrgebiet wird runtergeschrieben“, beschwert sich der Essener Pfarrer Jens Kölsch-Ricken in der Reportage.

Natürlich gebe es ein Armutsproblem und auch Wähler von rechten Parteien. „Das ist hier leider so wie überall sonst auch“, sagt Kölsch-Ricken.

Das Ruhrgebiet ist kein deutsches Detroit

Der Artikel feiert aber lieber die positiven Seiten von Essen. Die hübsch renovierten Bergmannssiedlungen mit den Fahnen der Fußballklubs, die Ruhr-Patrioten, das bunte Essen.

Das Ruhrgebiet als deutsches Detroit? Da widerspricht im Rahmen der Reportage sogar der Essener AfD-Kandidat Günter Weiß: „Hier wird schon viel dagegen getan, dass es nicht dazu kommt.“

(fel)

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