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Corona in Essen: Friseur packt aus – „Seit wir wieder geöffnet haben ...“

Die Friseure müssen zur Zeit einiges umstellen, um ihre Kunden zu verwöhnen.
Die Friseure müssen zur Zeit einiges umstellen, um ihre Kunden zu verwöhnen.
Foto: dpa

Essen. Seit dem 4. Mai dürfen Friseure endlich wieder Haare schneiden und das haben auch in Essen viele Kunden direkt genutzt. Lange Schlangen bildeten sich teilweise vor den Salons, und dass obwohl eigentlich nur mit Termin gearbeitet werden darf wegen der Coronavirus-Regeln.

Dazu zählt auch: Mundschutz für Friseur und Kunde, 1,5 Meter Abstand zwischen den Arbeitsplätzen, keine Getränke und noch andere Regeln wegen der Coronavirus-Pandemie. Auch in den Salons in Essen von Leandro Morante (Morante) und Nils Brochmann (Pavo Friseure) werden diese Regeln befolgt. Bei Pavo Friseure wird außerdem die Körpertemperatur gemessen, bevor der Kunde den Salon betreten darf.

Friseure zu Corona-Zeiten müssen zu harten Bandagen greifen

Beide Salons sind über Wochen ausgebucht, bei Pavo Friseure auf der Kettwiger Straße gab es in der ersten Nacht nach der Lockerungsankündigung über 200 Terminbuchungen.

Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Tausende Menschen wochenlang selbst für ihre Haare verantwortlich waren.

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„Eine Kundin hatte sich während der Schließungszeit die Haare selbst blondiert. Das ging natürlich nach hinten los, die Haare sind abgebrochen. Sie war dann am Montag direkt bei uns, jetzt ist alles wieder gut“, erzählt Leandro Morante.

Andere, vor allem Männer, hatten sich die Haare selbst geschnitten in den ersten Wochen der Schließung, da habe man nun korrigieren und retten müssen.

Harte Umstellung wegen der Gesichtsmasken für Angestellte

Für die Friseure und die Angestellten sei es zunächst eine harte Umstellung gewesen, mit Mundschutz zu arbeiten. Mittlerweile habe man sich bei Morante daran gewöhnt. Aber Leandro Morante betont: „Seit wir wieder geöffnet haben, zeigt mir meine Apple Watch einmal täglich an, dass ich mich hinsetzen und durchatmen soll. Also ist schon irgendetwas an der Atmung mit den Masken anders.“

1,50 Euro Hygiene-Pauschale müssen Kunden zusätzlich zu ihrem Haarschnitt bezahlen. Damit werden die Masken für Mitarbeiter, Einmal-Masken für vergessliche Kunden und auch das Desinfektionsmittel bezahlt.

Kinderhaarschnitte sind ein Problem

Bisher funktioniere alles super, nur ein Problem gebe es schon. Denn Kinderhaarschnitte sind zurzeit schwierig umzusetzen. Bis zum sechsten Lebensjahr müssen die Kleinen keinen Mundschutz tragen, im Salon aber schon. Und: Mama oder Papa dürfen nicht im Salon neben dem Kind warten wie sonst, sondern müssen draußen.

„Ein Vierjähriger, der ohne Mama oder Papa im Salon sitzt mit Maske, nur Masken um ihn herum, der kriegt Angst. Das ist unmöglich“, sagt Morante. Allerdings kommen trotzdem Eltern mit ihren Kindern, bei denen sichergestellt ist, dass sie den Haarschnitt auch alleine schaffen.

Der Geschäftsführer geht davon aus, dass in sechs bis acht Wochen schon mehr Normalität wieder eingekehrt sein wird. Ob das der Fall ist, hängt von den Neuinfektionen in NRW ab.

 
 

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