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Ein Warenkorb für alle Onlineshops der Welt – kleines Essener Unternehmen will Amazons Vorherrschaft brechen

Ein Warenkorb für alle Onlineshops der Welt – kleines Essener Unternehmen will Amazons Vorherrschaft brechen

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Die CloudBasket-Gründer: Carsten Puschmann (l.) und Thomas Heidelbasch von Q.One. Foto: imago/Westend61, Christof Köpsel / FUNKE Foto Services, Montage: DER WESTEN
  • CloudBasket soll Onlineshopping revolutionieren
  • Das Projekt eines Essener Unternehmens soll alle Onlineshops der Welt auf einer Seite zusammenführen
  • Kampfansage der Gründer: Wir wollen Amazons Vorherrschaft brechen!

Essen. 

Ein paar Büroräume, 50 Mitarbeiter und ein großes Ziel: Amazon attackieren! Das Essener Unternehmen Q.One will mit einer innovativen Idee zum Global Player werden. Sie heißt CloudBasket und soll Onlineshopping revolutionieren.

Die Idee dahinter: Über eine einzige Internetseite sollen Kunden in allen Onlineshops der Welt einkaufen können. Egal wo du welches Produkt beim Surfen gefunden hast, du sollst es auf CloudBasket.de kaufen können.

CloudBasket – Essener Unternehmen entwickelt „universellen Warenkorb“

Dafür entwickelten Programmierer unter anderem einen Robot, der alles für dich übernimmt, was zur Bestellung des gewünschten Produkts gehört. „Mit nur einem Account internetweit online bestellen“, beschreibt Q.One-Unternehmenssprecherin Katrin Staudinger die Idee hinter CloudBasket gegenüber DER WESTEN. Sie nennt es vereinfacht „einen universellen Warenkorb“.

Schon im Oktober soll CloudBasket an den Start gehen, ab dann kannst du dort deine Wunschartikel „Sammeln und Merken“ – ab dem Frühjahr 2019 geht dann auch der Robot an den Start. Für jede Bestellung zwackt sich Q.One beim Anbieter des Produkts eine kleine Provision ab. Den Kunden soll die Nutzung von CloudBasket gar nichts kosten.

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Davon sollen auch die kleinen, lokalen Händler profitieren. „Bei Amazon muss man sich der Preispolitik des Unternehmens beugen – und wenn dein Produkt gut läuft, bauen sie es nach und verkaufen es selbst. Bei CloudBasket können Kunden weltweit auch beim Fachhändler in Essen einkaufen, solange er auch einen Onlineshop hat“, so Staudinger.

CloudBasket-Erfinder kämpferisch: Wollen Amazons Vorherrschaft brechen

Überzeugt von ihrer Idee halten sich die beiden Gründer mit Kampfansagen nicht zurück. „Wir wollen die Vormachtstellung von Amazon im E-Commerce brechen“, sagt Mitgründer Thomas Heidelbach.

„Die Idee hat eine unheimliche Kraft. Amazon beherrscht den Markt, doch es ist immer Platz für eine Alternative. Und der Wunsch der Kunden ist auch da“, führt Sprecherin Staudinger weiter aus. Q.One rechnet mit Millionen Nutzern weltweit.

Q.One ist dabei nicht einfach nur ein Start-Up mit einer guten Idee. Das Unternehmen mit Sitz an der Gladbecker Straße in Altenessen existiert bereits seit zwölf Jahren, hat Kunden wie Lufthansa, Payback oder die Deutsche Bahn und dementsprechend bereits Erfahrungen.

Fresenius investiert Millionen in CloudBasket

Dazu wurde Know-how, aber auch finanzielle Unterstützung an Land gezogen. Ludwig Fresenius, Eigentümer und Namensgeber des gleichnamigen milliardenschweren Gesundheitsunternehmens, hat mit mehreren Millionen Euro in die Idee CloudBasket investiert.

Mit diesem Geld soll unter anderem auch Q.One wachsen. Das Unternehmen sucht derzeit Mitarbeiter, gerade IT-Fachkräfte und Entwickler. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Beschäftigten bestenfalls verdoppelt werden und auf 100 wachsen.